Von Druck, Drogen und Träumen - Theaterstück der JGS-Schüler zum Thema Jugend

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In dieser Szene zeigen Schülerinnen junge Mädchen aus der Vergangenheit: Lena Sandrock, Julia Schäfer, Kira Sandrock und Denise Rehbein, von links, haben sich in HJ-Mädchen verwandelt. Foto: zmy

Rotenburg. Was bedeutet es eigentlich, jung zu sein? Dieser Frage ging ein Theaterstück an der Jakob-Grimm-Schule nach - mit viel Mut zum Experiment und pfiffigen Ideen.

Erziehungswissenschaftler Professor Moelmsen wollte über Kuschelpädagogik und die Rücksichtslosigkeit der Jugendlichen gegenüber Älteren referieren, aber Schüler aus dem Publikum entern die Bühne und transportieren den Professor kurzerhand per Sackkarre ab. Danach ist auf der Bühne Raum für das Theaterstück „Junge Leute heute“. Zwei Mal wurde es in der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule aufgeführt.

Die Zuschauer sahen das faszinierende Ergebnis der Anstrengungen von 19 Schülern des Oberstufenkurses „Darstellendes Spiel“ unter der Leitung von Lehrer Christoph Meyer, ein Stück, das sich auseinandersetzt mit dem Bild, das andere von der Jugend haben, das die Jugendlichen von sich haben und damit, was Jugend überhaupt ausmacht.

Der schneidige Peter

30 Szenen in raschem Wechsel reihen sich bei dem Stück aneinander, behandeln Jugendthemen wie Ausgrenzung und Gruppenzwang, Mediennutzung, schulischen Druck und Seelenleid, das Verhältnis zu den Eltern, Drogenerfahrungen, Wünsche und Zukunftsängste. Jugendliche aus anderen Zeiten erscheinen aus dem Nichts, Hippies in bunten Kleidern oder uniformierte HJ-Mädchen, die vom „schneidigen“ Peter schwärmen.

Die Aufführung strotzt vor Experimenten und pfiffigen Ideen.

Für den Zuschauer bleibt der Eindruck eines Bildes der Jugendlichen von sich, dass weit und sehr vielfältig ist. Und der Eindruck, dass die Theaterschüler der Jakob-Grimm-Schule im Unterricht selbst vorkommen - nicht nur wegen der „Jugend“-Thematik.

Was sich die Jugendlichen noch haben einfallen lassen, um das spannende Thema auf der Bühne sichtbar zu machen, lesen Sie in unserer gedruckten Freitagausgabe. (zmy)

Quelle: HNA

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