Verkehrsministerium hatte Daten angefordert

Dritte Fuldabrücke - Gutachten ist da

Rotenburg. Das im Zusammenhang mit dem Bau der Ortsumgehung Lispenhausen und der dritten Rotenburger Fuldabrücke in Auftrag gegebene hydraulische Gutachten liegt der Planungsbehörde Hessen mobil seit vergangener Woche vor.

Nach Angaben des Leitenden Baudirektors Peter Wöbbeking wird der Entwurf jetzt ausgewertet und soll dann im Gespräch mit allen Beteiligten erörtert werden, erklärte er auf Anfrage.

Ein Fachbüro war mit Untersuchungen beauftragt worden, um die wasserrechtliche Genehmigungsfähigkeit der beiden Bauprojekte zu ermitteln. Ursprünglich sollten das Gutachten und eine Verkehrsprognose für die dritte Brücke bereits im Februar dieses Jahres vorliegen, es gab allerdings Verzögerungen.

Eine Verkehrsprognose, die ebenfalls zu der Datensammlung gehören soll, nach der im Wirtschaftsministerium über den Bau der Brücke entschieden wird, kann Hessen Mobil nur aufgrund von Erfahrungswert abgeben, erklärte Baudirektor Wöbbeking. Noch sei ja nicht klar, wie die Alheimer-Kaserne genutzt wird, wenn die Bundeswehr abgezogen ist.

In einem Schreiben hatte Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald vor gut einer Woche Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) noch einmal darauf hingewiesen, dass die Bemühungen der Stadt um eine erfolgreiche zivile Nachnutzung (Konversion) in einer Sackgasse stecken bleiben könnten. Dann nämlich, wenn das Ministerium die Verkehrsprognose ohne belastbare Daten zur Entscheidungsgrundlage für den Bau der Brücke mache. Potenzielle Investoren machten ihr Standortentscheidung auch von einer guten Verkehrsanbindung abhängig.

Grunwald hatte Rentsch auch zu einem Besuch nach Rotenburg eingeladen. (sis)

Quelle: HNA

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