GDL fordert Anschluss an ICE-Trasse

Dringender Ausbau des Schienennetzes

Bebra/Bad Hersfeld. Laut Bundesverkehrswegeplan aus dem Jahr 2011 gehört der Anschluss der in den 80er- Jahren errichteten Neubaustrecke Hannover – Würzburg an die bestehende Schienentrasse der alten Nord-Südstrecke in unserem Landkreis zu den dringlichen Baumaßnahmen.

Bei einem weiteren Anstieg des Verkehrs von Personen und Güterverkehr benötigen die Verkehrsträger aber auch Infrastruktur.

Den Unmut von Jörg Brandt, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, könne die GDL-Ortsgruppe Bebra deshalb nicht nachvollziehen, erklärt deren Vorsitzender, Thomas Mühlhausen. Brandt hatte den nach FWG-Informationen ab 2015 geplanten Ausbau der Strecke zwischen Niederaula und Bad Hersfeld kritisiert (wir berichteten).

Es könne nicht sein, dass sechsspurige Ausbauten von Autobahnen und der Ausbau eines Regionalflughafens Kassel mit Steuermitteln gefördert, dringend notwendige Baumaßnahmen des Schienennetzes jedoch torpediert würden. Die Verbindung der zwei Schienentrassen in der Region ermögliche einen langfristigen Anschluss der Kreisstadt Bad Hersfeld an den ICE/IC-Verkehr. Auch sei der viergleisige Ausbau des Streckenabschnitts zwischen Bad Hersfeld und Bebra längst überfällig.

Mit dieser Baumaßnahme an der Schiene könne im Übrigen die Verlegung der Bundesstraße B 27 durch die Ortslage Friedlos problemlos verwirklicht werden. Diese Umgehung werde doch schon seit Jahrzehnten gefordert, erklärt Thomas Mühlhausen.

Durch den Neu- beziehungsweise Umbau der Strecken werde der Schienenverkehr auf den zu bauenden Streckenabschnitten erheblich leiser.

„Wir, die GDL-Mitglieder, tragen jeden Tag unseren Teil dazu bei. Die Mitarbeiter am und ihm Zug, ob Lokführer, Zugbegleiter oder Bordgastronom, sind am sicheren und pünktlichen Transport von Menschen und Gütern auf der Schiene maßgeblich beteiligt“, erklärt Mühlhausen. Für dieses Ziel „benötigen wir jedoch zeitgerechte Verkehrswege, die für alle Menschen Mobilität, Flexibilität und Sicherheit bei gleichzeitigem maximalem Umweltschutz bieten“. (red/ank)

Quelle: HNA

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