Alle Kandidaten kommen aus Rockensüß

Drei bewerben sich um das Bürgermeisteramt in Cornberg

Cornberg. Drei Kandidaten bewerben sich um das Bürgermeisteramt der Gemeinde Cornberg. Alle leben im Ortsteil Rockensüß. Donnerstag endete die Bewerbungsfrist für die Kandidaten. Freitag, 28. März, entscheidet der Wahlausschuss formal über die Gültigkeit der Bewerbungen. Wahl ist Sonntag, 25. Mai.

Matthias Reiter

Neben Amtsinhaber Achim Großkurth (parteilos), der von der SPD vorgeschlagen worden war, kandidieren nach Angaben von Wahlleiter Alfred Knoch Dr. Andreas Siegel und Matthias Reiter. Beide bewerben sich als Parteilose. Siegel gehört allerdings nach eigenen Angaben der SPD an, Reiter hatte sich für die AfD um ein Landtagsmandat beworben.

Dr. Andreas Siegel

Achim Großkurth bewirbt sich um die dritte Amtsperiode. Er war 2004 erstmals gewählt worden, bei seiner Wiederwahl 2008 erhielt er 91,7 Prozent der Stimmen. Großkurth ist 54 Jahre alt, hat drei erwachsene Kinder und lebt mit seiner Frau in Rockensüß.

Er kandidiert erneut, weil er, wie er schon im November vergangenen Jahres sagte, „noch einiges in der Gemeinde zu tun hat“. So möchte er mit den Kommunalpolitikern dazu beitragen, dass Cornberg wieder aus der Schutzschirmphase herauskommt.

Dr. Andreas Siegel wurde 1975 in Rotenburg geboren und wuchs in Rockensüß auf. Sein Abitur machte er in Sontra, war drei Jahre lang bei der Bundeswehr und studierte anschließend Forstwirtschaft. Er arbeitet als Förster in einem Privatwald bei Kassel. Siegel ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder.

Er kandidiert, weil er die Gemeinde weiterentwickeln will. Dazu zähle, die Vermietung von Kloster-Gasttätte und Cornberg-Treff professionell zu managen. Auch müsse man eine Demografie-Offensive starten, die Gemeinde gezielt für die Ansiedlung junger Familien vermarkten. Die Herstellung von Transparenz und Bürgernähe sei eines seiner Hauptziele.

Achim Großkurth

Matthias Reiter ist 45 Jahre alt und wuchs in Sontra-Krauthausen auf. Auch er war bei der Bundeswehr, bevor er Betriebswirtschaftslehre studierte. Seit 2009 lebt er mit seiner Frau und zwei Kindern auf einem Bauernhof in Rockensüß. Er arbeitet im Außendienst als Verkaufsleiter eines mittelständischen Unternehmens aus Ostwestfalen.

Er bewirbt sich, weil er der Überzeugung ist, Demokratie lebe vom Engagement, erklärte er am Freitag. Er könne der Gemeinde durch fundiertes Fachwissen im kaufmännischem Bereich helfen - zum Beispiel bei der Vermietung der Kloster-Gaststätte. Sein Ziel sei es, Bürger nicht mehr stärker durch Gebühren und Steuern zu belasten.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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