Oberellenbach vertritt den Kreis im Landesentscheid des Zukunfts-Wettbewerbs

Ein Dorf putzt sich heraus

Idyllisch gelegen: Oberellenbach liegt mitten im Grünen und ist von Naturschutzgebieten umgeben. Foto: nh

Oberellenbach. Das Dorf ist bestens gerüstet: Zum zweiten Mal nach 2006 vertritt der Alheimer Ortsteil Oberellenbach den Landkreis Hersfeld-Rotenburg auf Landesebene. Die siebenköpfige Bewertungskommission wird das Dorf am Donnerstag, 14. Juni, ab 13.30 Uhr eineinhalb Stunden lang unter die Lupe nehmen, kündigen Ortsvorsteher Volker Nöding und Ursula Roller vom Fachdienst Ländlicher Raum an.

Der Wettbewerb als solcher ist für die Oberellenbacher alles andere als Neuland. „Zum 13. Mal seit 1978 treten wir an“, errzählt Ortsvorsteher Nöding. Und verweist darauf, dass so schon vier Generationen von Dorfbewohnern über die Jahrzehnte damit befasst sind, ihren Heimatort ins rechte Licht zu rücken.

Früher, als der Wettbewerb noch „Unser Dorf soll schöner werden“ hieß, sei es hauptsächlich um die Optik gegangen. „Da schaute die Kommission, ob alles schön blühte“, erinnern sich Nöding und Rommel. Später kamen Naturschutzgedanken hinzu. Und heute? Nöding nennt zwei Schwerpunkte: Zum einen soll neben dem Jugend-und Freizeitheim ein Mehrgenerationenspielplatz entstehen. „Am Montag ist erster Spatenstich“, sagt Nöding. Zahlreiche Dorfbewohner hätten in Arbeitsgruppen Ideen zusammengetragen und bewertet. Eine kleine Naturbühne, eine Boulebahn und ein Areal, das Jugendliche nach eigener Fantasie gestalten können, sollen entstehen.

Zweiter Schwerpunkt: Ober-ellenbach soll eine Internetpräsenz bekommen. Die Idee dazu gebe es schon seit Jahren, jetzt werde sie umgesetzt, sagt Nöding.

Insgesamt seien die Ansprüche an die bewerteten Dörfer gestiegen, glaubt der Ortsvorsteher. Aber er ist sich sicher: „Oberellenbach hat diese Entwicklung erfolgreich mitgemacht. Beim Regionalentscheid, den das Dorf im vergangenen August gewann, punktete es mit dem seit 14 Jahren geführten Dorfladen, der Töpferei, einer Wohngruppe des Beiserhauses, seinem Solarpark und dem Kirchhof. In der Töpferei werden übrigens Schilder gefertigt, die an den Häusern des Orts auf den Ursprungsnamen der Gebäude hinweisen sollen.“ Die geraten sonst in Vergessenheit“, sagt Volker Nöding.

Er und Ursula Roller wissen, dass es nicht in erster Linie um den Sieg geht, sondern darum, dass all diese Aktivitäten zur Stärkung der dörflichen Gemeinschaft beitragen. Der Slogan stimmt schon mal: Der Wettbewerb heißt mittlerweile „Unser Dorf hat Zukunft“. Oberellenbach kann seine Bewerbung mit dem Slogan garnieren, den es sich schon zu der Zeit gab, als es zum Expo-Standort wurde: „Dorf mit Zukunft.“

Von Rainer Henkel

Quelle: HNA

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