Zentraler Schulungsstandort für den Kreis entsteht in Wildeck

DLRG baut Zentrum für Wasserrettung im Landkreis auf

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Hersfeld-Rotenburg. Mit einem neuen Schulungszentrum für Wasserrettung in Wildeck will die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Kreis Hersfeld-Rotenburg die Fachausbildung zum Wasserretter erleichtern und verbessern.

Gleichzeitig will eine der größten Jugendorganisationen im Kreis mit diesem Projekt dazu beitragen, junge Leute durch ein Ehrenamt an die Region zu binden und damit auch die heimische Wirtschaft zu stärken.

„Ein solches Schulungszentrum gibt es im Kreis bislang nicht“, berichtet Jürgen Brill, der Vorsitzende des DLRG-Kreisverbands Hersfeld-Rotenburg. Bislang müssen die Teilnehmer aus dem Kreis für die Fachausbildung Wasserretter oft weite Strecken fahren – zum Beispiel nach Kassel, Fulda oder Wiesbaden. Mit dem neuen Zentrum würden weitere Fahrten zur Ausnahme.

Der Aufbau des Schulungszentrums ist in zwei Phasen geplant. Im ersten Teil wird ein modernes Rettungsboot für einen Wasserrettungszug angeschafft. Es soll das zentrale Ausbildungsboot für den Kreis werden. Dafür hat der Landkreis grünes Licht gegeben. „Wir hoffen, dass es in den nächsten acht Wochen geliefert wird. Dann können wir es für unseren Einsatz im Juli in Heiligenhafen schon nutzen“, sagt Brill. Dort übernimmt eine große Mannschaft aus dem Kreis den Rettungswachdienst am Strand.

Die neuen Schulungsräume und eine Garage für die Geräte sollen durch einen Anbau an das Hallenbad in Obersuhl entstehen. Ziel ist, diesen Teil des Vorhabens 2017 umzusetzen. „Kein Standort im Kreis ist für so ein Zentrum besser geeignet als Wildeck“, sagt der Projektleiter. Das Zentrum wird insgesamt etwa 300 000 Euro kosten. Es wird mit Geld aus dem europäischen Leaderprogramm, das dem Landkreis zur Verfügung steht, unterstützt. Die DLRG ist aber auf weitere Spenden angewiesen.

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