Sportbund soll 18,7 Millionen Euro bekommen – Obersuhler Kleinschwimmhalle sichtbares Opfer

Dieter Franz: Sport weiterhin fördern

Hersfeld-Rotenburg. Die Kürzung des kommunalen Finanzausgleichs durch die Landesregierung in Höhe von 350 Millionen Euro zurückzunehmen, dazu hat der SPD-Landtagsabgeordnete Dieter Franz die Landesregierung aufgefordert. Werden die Kommunen finanziell geschwächt, würde dies auch die Möglichkeiten der Sportförderung schwächen, begründet Franz seine Kritik.

Die Sportförderung sei jedoch nach der Hessischen Verfassung geboten. Franz ist mitverantwortlich für den Bereich Sport in der SPD-Landtagsfraktion.

Vielerorts müssten derzeit harte Sanierungsmaßnahmen vorgenommen werden. „Die Vereinsförderung wird in den Kommunen daher drastisch reduziert oder ganz eingestellt“, sagt der Abgeordnete. Das ehrenamtliche Engagement in den Sportvereinen werde dadurch deutlich erschwert. Das über die staatlichen Lotterien zur Verfügung stehende Geld sei in den vergangenen Jahren stetig zurückgegangen. Die SPD-Fraktion habe deshalb eine Gesetzesinitiative ergriffen und vorgeschlagen, dass der Landessportbund künftig einen Mindestbetrag in Höhe von rund 18,7 Millionen Euro erhalten solle. Leider habe sich der Innenminister bisher eher ablehnend zu diesem Vorschlag geäußert.

In Sonntagsreden oder Regierungserklärungen des Innenministers werde die Bedeutung des Sports hoch gelobt, in der Praxis werde jedoch die Sportförderung der Kommunen als freiwillige Leistung betrachtet und von der Kommunalaufsicht eingeschränkt oder einkassiert, sagt Franz.

Die Kleinschwimmhalle Obersuhl sei dafür das beste Beispiel. Der Druck der CDU/FDP auf die Kommunalen Haushalte führe dazu, dass die Vereine ihre Beiträge erhöhen müssten, um einen Ausgleich zu schaffen. (red/sas)

Quelle: HNA

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