Leistungsfrisieren der Friseurinnung – Können und Menschenkenntnis gefragt

Im Dienst der Schönheit

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Auch die 18-jährige Ann-Sophie Bödicker aus Heinebach zeigte, was sie kann: Ihre Bekannte Saskia Günther war für sie ein ideales Modell für den Wettbewerb.

Rotenburg. Ann-Sophie Bödicker ist konzentriert. Auch, wenn sie im Dienst der Schönheit arbeitet: Es geht darum, den Zeitrahmen von 30 Minuten einzuhalten. Die 18-Jährige aus Heinebach war eine der Teilnehmerinnen beim Leistungsfrisieren der Friseurinnung Hersfeld-Rotenburg im Foyer der Göbel Hotels Arena.

Ann-Sophie Bödicker ist im ersten Lehrjahr. Ihre Bekannte Saskia Günther hat kurze Haare und ist damit ideales Modell für den Wettbewerb eins: „typgerechte Frisur am Damenmodell“. Mit dem Föhn bringt Bödicker Volumen in Saskias Haare und dreht ihr vorne eine kesse Locke ins Haar. Blind greift sie zum Haarspray, um die Frisur zu fixieren. Ihr Modell ist ein offener Mensch, findet Ann-Sophie, und danach hat sie Frisur und rote Haarfarbe gewählt.

Kay-Uwe Liebau ist einer der Juroren, die auch darauf achten, ob Typ und Frisur zusammenpassen. Menschenkenntnis ist gefragt im Friseurberuf, außerdem viel handwerkliches Können. Viel Kompetenz erkennt Liebau bei den Teilnehmern des Wettbewerbs. Darin spiegele sich auch das Engagement der Ausbilder, findet er. Mit dem Bewertungsbogen geht er mit kritischem Blick an der langen Reihe frisierender junger Frauen und Männer entlang.

Ann-Sophie Bödicker gegenüber steht Kim Jacobi aus Rotenburg. Die 19-Jährige ist im dritten Lehrjahr und bereitet ihr Modell Jule Romanski im Wettbewerb zwei mit Make-up auf einen festlichen Abend vor. Jule Romanski hat jede Menge Lockenwickler im Haar und ein Netz über den Haaren. Im folgenden Wettbewerb sollen ihre Haare festlich hochgesteckt werden. „Wenn’s klappt, sieht sie hoffentlich wunderschön aus“, sagt Jacobi. „Beim Üben hat’s geklappt.“ Für sie sind die Wettbewerbe eine gute Vorbereitung auf die bald anstehenden Prüfungen.

Mit dem Leistungsfrisieren für Auszubildende, zu dem fünf Wettbewerbe für Auszubildende in verschiedenen Lehrjahren zählen, will die Friseurinnung auch für ihr Handwerk werben. Denn die Zahl der Auszubildenden sei stark rückläufig, berichtet Obermeister Peter Fiebig. Für die Auszubildenden sei das Leistungsfrisieren außerdem ein Ansporn zu trainieren.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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