Durchsuchung in Schwarzenhaseler Lagerhalle

Diebesbande soll 1600 Reifen gestohlen und verkauft haben

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Gestohlene Reifen sichergestellt: In dieser Lagerhalle am Ortsrand von Schwarzenhasel hat die Polizei fast 700 Reifen gefunden, die aus einem Diebstahl in Schwarzenhasel stammen.

Schwarzenhasel/Bad Hersfeld/Neuenstein. Einen großen Fang hat die Polizei im Kreis Hersfeld-Rotenburg gemacht: Sie hat eine Bande geschnappt, die im großen Stil Autoreifen gestohlen und weiterverkauft haben soll. Insgesamt geht es um etwa 1600 Reifen.

Sie wurden aus bei einem Logistiker in Neuenstein gestohlen und wurden zum Teil in einer Lagerhalle in Schwarzenhasel sichergestellt. Die Halle am Ortsrand des Rotenburger Stadtteils sowie mehrere Wohnungen in Bad Hersfeld wurden bereits in der Nacht zum 5. März durchsucht. Mit Verweis auf ermittlungstaktische Gründe bestätigten die Staatsanwaltschaft in Fulda und die Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg erst am Freitag entsprechende Informationen unserer Zeitung.

In der Schwarzenhaseler Lagerhalle wurden 696 neue Breitreifen der Marke Kumho sichergestellt. Zuvor waren etwa 1600 Reifen aus einer Lagerhalle einer Logistikfirma in Neuenstein gestohlen worden. Ihr Wert beträgt nach Polizeiangaben etwa 75.000 Euro.

Drei Männer im Alter zwischen 23 und 28 Jahren sowie eine 31-jährige Frau sollen die Reifen gestohlen haben. Die vier Verdächtigen wurden nach ihren Vernehmungen und erkennungsdienlichen Behandlungen wieder nach Hause entlassen.

Die Verdächtigen sollen ein Großteil der Reifen nach dem Diebstahl nach Schwarzenhasel gebracht haben. Gegen die dortigen Abnehmer der Reifen wird wegen Hehlerei ermittelt. Ermittlungen gibt es auch gegen mehrere weitere Verdächtige aus dem Kreisgebiet wegen Hehlerei. Sie sollen einen oder mehrere Reifensätze aus dem Einbruch gekauft haben.

Nach Angaben der Polizei wurden die gestohlenen Reifen vereinzelt auch in einem großen Internetkaufhaus zum Kauf angeboten. Außerdem hat die Polizei bei Autokäufern einzelne Reifensätze sichergestellt.

Die Polizei rät deshalb, keine Reifenschnäppchen zu kaufen. „Schnell wird so aus einem vermeintlich günstigen Kauf ein teurer Spaß, verbunden mit einer Strafanzeige wegen Hehlerei“, heißt es in einer Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Von Gegenständen, die aus einem Diebstahl stammen, könne der Käufer grundsätzlich kein Eigentum erlangen. Werden sie entdeckt, zieht die Polizei die gestohlenen Gegenstände ein. (mcj)

Quelle: HNA

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