Bürgermeister Hassl: Überwachung des Friedhofs nicht möglich

Diebe stehlen Blumen von Gräbern in Bebra

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Ungebetene Friedhofsbesucher: Immer wieder verschwinden Blumen und Pflanzschalen von den Gräbern. Das Foto zeigt den städtischen Friedhof in Bebra. 

Bebra. In letzter Zeit häufen sich Beschwerden von Hinterbliebenen, dass auf den städtischen Friedhöfen Grabschmuck auf mysteriöse Art und Weise abhanden komme. 

Das teilt Bebras Bürgermeister Uwe Hassl mit. „Es ist mittlerweile so, dass sogar schon Anwaltsbüros uns anschreiben, dass immer wieder an denselben Grabstätten Grabschmuck und Pflanzen wegkommen“, erklärt er.

„Wir von der Verwaltung können jedoch ausschließen, dass unser Personal dafür verantwortlich zeichnet“, so Hassl, dem schon selbst Pflanzen von einem Grab gestohlen wurden. Auch Frischblumen würden verschwinden. Hassl mutmaßt, dass hier mancher Hallodri sich auf Rechnung anderer für sein Stelldichein ein paar Blumen illegal besorge. Vornehmlich betroffen sei der städtische Friedhof in Bebra. Hassl hält es für pietätlos, Grabschmuck und Blumen zu stehlen. Für die trauernden Hinterbliebenen sei dies oft auch mit einem Schock verbunden. Auch wenn sich der Täter unbeobachtet glaube, müsse er doch damit rechnen, „dass ihm der Allmächtige vielleicht doch mal den Blitz schicken könnte.“

Hassl bittet deshalb darum, dass sich etwaige Geschädigte bei der Friedhofsverwaltung im Rathaus telefonisch melden, um das Ausmaß abschätzen zu können. Statistische Erhebungen bei der Polizei existierten nicht. „Vielleicht haben wir ja bislang nur Kenntnis von der Spitze des Eisberges“, so Hassl.

Allerdings könne er auch keine Überwachung des Friedhofes gewährleisten. Eine Möglichkeit wäre jedoch, dass man den Grabschmuck künftig markiere. Sollte sich dann ähnlicher Grabschmuck auf anderen Gräbern wiederfinden, könne man nach der Markierung suchen. (red/ank)

Quelle: HNA

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