Fisch war über zwei Meter lang

Riesenfang in Rotenburg: Angler ziehen Monster-Wels aus dem Wasser

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Können den Wels kaum halten: Unser Bild zeigt (von links) die stolzen Angel-Freunde Peter Nickel, Genadi Martens und Peter Boschmann mit ihrem Fang. Der Fisch ist 65 Kilogramm schwer und hat eine Länge von 2,16 Metern.

Rotenburg. Einen richtig dicken Fang hat Genadi Martens mit seinen Freunden Peter Nickel und Peter Boschmann am Donnerstagmorgen gemacht. 

Ein 65 Kilo schwerer Wels, mit einer Länge von 2,16 Metern, biss bei den Angel-Kumpels an, als sie am Storchensee in Rotenburg auf Fischfang waren.

Der Storchensee in Rotenburg: Beliebter Angelplatz und Zuhause von vielen Fischen – darunter Wels, Forelle, Hecht und Karpfen.

Für Martens ist es schon das zweite Mal, dass er so einen Prachtburschen aus dem Wasser zieht. Die Leidenschaft fürs Angeln lebt der 54-Jährige bereits seit frühester Kindheit aus. Fischen ist das Größte für ihn. Seinen beiden Freunden geht es nicht anders. Also treffen sich die Männer, die aus Rotenburg und Spangenberg kommen, regelmäßig am Storchensee. 

So auch am Mittwochabend. Mit Schlafsack, Campingkocher und Angelrute bewaffnet, lassen sich die drei am Ufer des Sees nieder. Immer den großen Fang vor Augen. Und tatsächlich, am Donnerstag in der Früh, genau gesagt um fünf Uhr morgens, beißt etwas an. Es ist ein riesiger Wels.

Wels wird zu Frikadellen

Allein schafft es Martens nicht, den Fisch an Land zu wuchten. Die Freunde helfen selbstverständlich. Beim Rausziehen verletzt sich Martens, denn die Zähne im riesigen Maul des Tieres sind extrem kantig - und es sind unglaublich viele. Doch für den leidenschaftlichen Angler kein Problem. Mit ein bisschen Wasser wäscht Martens das Blut von seinem Arm. Dabei bewundert er seine Beute. 

Den Wels von vor zwei Jahren - er war 2,10 Meter lang und wog 50 Kilo - hatte Martens damals als Speise zubereitet. Was er dieses Mal mit dem Riesenfisch machen will, weiß er nicht. Doch sein Freund Nickel nimmt ihm die Entscheidung ab. Der 72-Jährige hat zehn Kinder und viele Enkel. Mit diesem Wels wird jeder von ihnen satt, meint er, und denkt dabei an Frikadellen.

„Der Wels ist ein echter Räuber in unserem Teich“, erklärt Kevin Meise. Der 25-Jährige ist Gewässerwart vom Anglerverein Rotenburg. Der Fisch fresse das Zweifache seines Körpersgewichts im Monat und ernähre sich von allem, was ihm vors Maul schwimmt. Und selbst vor Enten und Wasserhühnern mache er nicht Halt.

Daher sei es gut, dass der große Fisch jetzt aus dem See geholt wurde. Nun herrsche wieder etwas Ruhe im Teich und die übrigen Fische wie Forellen, Karpfen und Hechte hätten die Möglichkeit zur Regeneration, ist sich der Fachmann sicher.

Quelle: HNA

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