Denkmal-Bahnhof Bebra: Mitstreiter und Ideen gesucht

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Der Bahnhof, wie er sich zurzeit präsentiert: Das Inselgebäude prägt den Bahnhof, links im Bild ist der Lokschuppen II zu sehen, den die Stadt Bebra verkaufen oder abreißen will. Auf dem Gelände befindet sich weiter rechts noch ein Lokschuppen.

Bebra. Die Arbeit zum Aufbau eines Denkmal-Bahnhofs Bebra beginnt: Jetzt werden gute Ideen und Mitstreiter gesucht, die sich konkret um einzelne Arbeitsfelder kümmern wollen. Es geht einerseits um den Erhalt und andererseits um die künftige Nutzung.

Für folgende Bereiche werden Menschen gesucht, die sich engagieren wollen: baulicher Erhalt, kommerzielle und bahnaffine Nutzung, Nutzung als Museum, Marketingkonzept und Veranstaltungen im Denkmal-Bahnhof.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe trafen sich vor zehn Tagen zum ersten Mal. Sie haben nun die Aufgabe, das Projekt Denkmal-Bahnhof zu organisieren. Die Arbeitsgruppe bildet die Schnittstelle zu den städtischen Gremien, sammelt Informationen, bewertet, kümmert sich um Fachleute und koordiniert den Ablauf. Sie ist aber angewiesen auf die Unterstützung möglichst vieler Menschen, die ihre Fachkenntnisse in den genannten spezialisierten Arbeitsgruppen einbringen und am Aufbau eines lebendigen Denkmal-Bahnhofs mitwirken wollen.

Für den Denkmal-Bahnhof erhofft man sich eine Nutzung, wie sie möglichst anderenorts in Deutschland noch nicht zu finden ist, man will Nischen besetzen. Auch hier sind gute Ideen und Menschen gefragt, die sich für die Umsetzung einsetzen. Zur Mitarbeit sind alle aufgefordert, die einen Beitrag dazu leisten können, dass Geschichte in Bebra Zukunft bekommt.

Bürgermeister Uwe Hassl und Bauamtsleiter Manfred Klöpfel weisen darauf hin, dass die Mitarbeit kalkulierbar sein werde und zeitlich begrenzt. Wer sich engagiert, ist also nicht auf Gedeih und Verderb an die Mitarbeit oder das geplante Denkmal Bahnhof Bebra „gefesselt“ und bestimmt den Umfang seines Beitrags selbst.

Wer Mitglied in einer der Arbeitsgruppen werden will, sollte sich möglichst per Mail (oder Telefon) melden und seinen Interessenschwerpunkt nennen. Eine erste Zusammenkunft der Interessierten wird voraussichtlich noch im März stattfinden. Auch Anregungen und Kritik werden unter der angegebenen Mail-Adresse gehört.

Die Arbeitsgruppe Denkmal Bahnhof Bebra geht laut Pressemitteilung davon aus, dass sie und die Stadt Bebra sich zunächst nicht um das weitere Schicksal des baufälligen Lokschuppens II kümmern müssen. Für den Lokschuppen II wird vielmehr ein Käufer gesucht, der sich eigenständig um den Erhalt kümmert. Land und Bund stellen hier jedoch Fördermittel in Aussicht.

Ein Beschluss der Stadtverordneten, den Lokschuppen abzureißen, wurde bis Mitte 2015 ausgesetzt. Bis dahin haben Dritte die Möglichkeit, den Erhalt zu organisieren. Bis November muss das Objekt funktional gesichert sein. Der Verein Industriedenkmal Bahnhof Bebra hat schon Interesse an einer Übernahme des Lokschuppens bekundet, aber noch nicht den Zuschlag erhalten.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Kontakt: Telefon 06622/501- 150 oder -156, E-Mail: denk-mal-bahnhof@bebra.de

Quelle: HNA

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