Festspielfreunde und Schauspieler: "Wir sind das Holk"

350 demonstrierten gegen Kündigung des Intendanten

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Unterstützung für den Intendanten: Der Solidaritätszug, bestehend aus Mitgliedern des Ensembles und vielen Bürgern, setzt sich an der Stiftsruine in Bewegung.

Bad Hersfeld. An dem Solidaritätsmarsch für Intendant Holk Freytag von der Bad Hersfelder Stiftsruine bis hin zum Lullusbrunnen haben sich am Samstagvormittag über 200 Menschen beteiligt.

Die Mitglieder des Festspielensembles hatten auf Transparenten notiert, was sie von der fristlosen Entlassung des Intendanten durch Bürgermeister Thomas Fehling und den Großteil des Magistrats halten: „Teuer gespart! Bürgermeister“, „Wir sind ruiniert“, „Für die Wiedereinsetzung des Intendanten“ oder „reden statt feuern“. Und kurzzeitig wurde auch lautstark Partei für den geschassten Intendanten ergriffen: „Wir sind das Holk“, skandierte eine Gruppe von Schauspielern.

Auf ihrem kurzen Zug durch die Innenstadt bekam der Demonstrationszug – angeführt durch Schauspieler in bunten Kostümen – immer wieder Beifall von Passanten. Zur Kundgebung am Lullusbrunnen war die Protestgruppe schließlich auf 350 Personen angewachsen. Schauspieler Hans-Christian Seeger begrüßte die Teilnehmer an der Solidaritäts-Veranstaltung für Intendant Holk Freytag mit den Worten: „Wir protestieren auf das Schärfste gegen die fristlose Kündigung, weil sie jeder Grundlage entbehrt. Betroffen von dieser Kündigung sind auch 200 Mitarbeiter, die bereits in Vertragsverhandlungen und Gesprächen für die Spielzeiten 2015 und 2016 stehen. Logischerweise müssen die kommenden beiden Spielzeiten schon heute geplant werden, wenn alles zum Erfolg geführt werden soll.“

Weitere Redner, so auch Helgo Hahn von den Freunden der Stiftsruine, schlossen sich an. Zudem wurden Briefe verlesen, die andere Intendanten sowie Staatsminister Michael Roth nach Bad Hersfeld geschickt hatten.

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Quelle: HNA

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