Mit Defis in Sporthallen Leben retten

Hersfeld-Rotenburg. „Hand zum Herz - Sicherheit im Verein“ - so heißt eine Aktion, die am Donnerstagabend in Rotenburg und Bebra startete und die kreisweit Wellen schlagen soll.

Defibrillatoren, kurz Defis, sollen für die Sporthallen des Kreises angeschafft werden, um die Sicherheit zu erhöhen.

„Bei Herzflimmern hilft keine Wiederbelebung, sondern nur der Defi“, erklärt vom Verein für Sport und Gesundheit VSG Bebra-Rotenburg Lisa Jakob, die den Anstoß zu der Aktion gab, die schon von zehn Vereinen unterstützt wird. Mithilfe von Spenden sollen die Geräte angeschafft werden, die im Notfall Leben retten können. Ein Drittel der Menschen im Kreis Hersfeld-Rotenburg treibe Sport im Verein, erklärte Gesundheitsamtsleiter Dr. Dieter Gobrecht in Vertretung für Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, der die Schirmherrschaft übernommen hat. Betroffen sind nicht nur ältere Menschen, sondern auch Junge. So starb vor wenigen Monaten in Wanfried ein 22-jähriger Landesliga-Handballer am plötzlichen Herztod.

Die Sporthallen seien genau richtig, um hier Defis vorzuhalten, sagte Stefan Wild vom Herz- und Kreislaufzentrum, das die Aktion unterstützt. Bisher gibt es nur an wenigen öffentlichen Plätzen wie im Kurpark und am Marktplatz in Bad Hersfeld oder auch im Rotenburger Rathaus diese Geräte.

Ein erster Spender hat sich schon gefundeni: Der Bankverein Bebra finanziert ein Gerät für die Bebraer Großsporthalle. Mit im Boot ist auch der Kreis, der Folgekosten übernehmen will. Nächster Schritt sind Erste-Hilfe- und Defi-Schulungen für Übungsleiter und Vereinsmitglieder, erklärte Armin Mackel von der TG Lispenhausen. Mit der Aktion will man nicht nach dem Staat rufen, sondern setzt auf Spenden.

Spenden-Konten „Stichwort „Hand zum Herz“, Sparkasse Hersfeld-Rotenburg, Konto-Nr. 500 151 55, oder VR Bank Hersfeld-Rotenburg, Konto-Nr. 103 321 09.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

Kommentare