Defibrillatoren gibt es an vielen Orten - wir erklären, wie man sie nutzt

Rotenburg. Sie können das Herz wieder zum Schlagen bringen und Leben retten: Defibrillatoren. An immer mehr Orten sind sie sichtbar angebracht, etwa an Bahnhöfen oder in Schwimmbädern. Nicole Dolezych vom Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Rotenburg, erklärt, wie der Defibrillator verwendet wird.

Zum Einsatz kommt er, wenn ein Mensch einen Herzstillstand erleidet. Dem plötzlichen Herztod geht oft sogenanntes Kammerflimmern voraus, und genau das kann der Defibrillator unterbrechen und das Herz dazu bringen, wieder im normalen Rhythmus zu schlagen.

Sobald das Gerät aufgeklappt wird, meldet sich eine automatische Stimme, erinnert daran, den Notruf zu wählen, und erklärt die Vorgehensweise: Der Helfer entfernt alle Kleidung am Oberkörper. Dann wird er aufgefordert, dem Gerät zwei Elektroden zu entnehmen, die an ovalen Klebeflächen befestigt sind. Bilder zeigen an, wo genau die Elektroden hingehören: die eine auf die rechte Brust, die andere seitlich von der linken Brust. Nun kann das Gerät den Herzrhythmus auswerten und teilt dem Helfer dann gegebenenfalls mit: „Schock wird vorbereitet.“

Es fordert den Helfer auf, den Körper nicht zu berühren und nun eine blinkende Taste zu drücken. Sie löst den elektrischen Schock aus, der im Idealfall die Rhythmusstörung beendet. „30 Herzmassagen und zwei Beatmungen abwechselnd durchführen“, befiehlt das Gerät. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung kann der Defibrillator dem Menschen nicht abnehmen, erklärt Dolezych. Wärenddessen wertet der Defibrillator wiederum den Herzrhythmus aus und bereitet gegebenenfalls einen neuen Schock vor, bis dann, hoffentlich bald, der Notarzt eintrifft.

Nicole Dolezych leistet beim DRK ein freiwilliges soziales Jahr ab und gibt Lehrgänge und Erste-Hilfe-Kurse. (zmy)

Quelle: HNA

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