Kameras an Schulen

Video-Überwachung: Datenschützer sind alarmiert

Hersfeld-Rotenburg. Mit der Video-Überwachung an einigen Schulen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg (unsere Zeitung berichtete) wird sich nun auch der Hessische Datenschutzbeauftragte befassen.

Die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz hat sich inzwischen schriftlich an Prof. Dr. Michael Ronellenfitsch gewandt, weil sie einen „eklatanten Eingriff in die Persönlichkeitsrechte“ der Schüler, Lehrer und sonstiger Beschäftigter sieht. „Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob die Rechtsnormen nach dem Hessischen Schulgesetz und dem Datenschutzgesetzt beachtet worden sind“, gibt Künholz weiter zu bedenken.

„Wir werden uns das vor Ort anschauen und überprüfen“, teilte dazu gestern Ulrike Müller aus der Pressestelle des Datenschutzbeauftragten mit. Vor allem Aufzeichnungen im Bereich der Sanitäranlagen seien einer ersten Einschätzung zufolge äußerst kritisch. An einer Schule in Südhessen sei etwa in der Vergangenheit die Videoüberwachung nur auf dem Flur hin zu den Toiletten bemängelt worden.

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Im Tätigkeitsbericht des Hessischen Datenschutzbeauftragten geht es zwar auch um Videoüberwachung, aber nicht speziell an Schulen. Der aktuelle Fall schreie nun geradezu danach, für die Zukunft eine „Handreichung“ zur Videoüberwachung an und in Schulen zu erstellen.

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Quelle: HNA

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