Tolle Stimmung beim politischen Aschermittwoch der Bebraer CDU – Puttrich zu Gast

Dann ab in den Dschungel

Schutzschirm-Schlüpfer-Version mit reichlich Wolle: Deren Vorzüge stellte Thomas Gerlach in seinem launigen Büttenrede-Rundumschlag vor. Fotos:  Apel

Weiterode. Einmal im Jahr ziehen die Schwarzen nicht nur über die Roten und die Grünen her. Am Aschermittwoch machen sie sich mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors über alle lustig. Auch über sich selbst.

Ort des Geschehens ist diesmal Ellis Saal. Knapp 100 Parteifreunde haben sich zum traditionellen politischen Aschermittwochstreffen der CDU-Stadtverbände Bebra und Rotenburg eingefunden. CDU-Urgestein Dieter Mackenroth hat es im alten Jahrtausend nach bayerischem Vorbild begründet.

Ilse Koch, die „First Lady“ von Bebra, begrüßt gut gelaunt und fröhlich reimend die örtliche Prominenz und den Stargast des Abends, Umweltministerin Lucia Puttrich.

Nach ihr und Felix Kohloff, der an seinem Stage-Piano „Cello“ von Udo Lindenberg intoniert, ist Thomas Gerlach an der Reihe. Der groß gewachsene „schwarze Tom“, der eigentlich immer ganz seriös rüberkommt, hat es faustdick hinter den Ohren. Er beginnt mit dem ausgefallenen Weltuntergang und ist schnell bei den im Herbst anstehenden Wahlen. Weil es Peer Steinbrück „nur ums große Geld“ geht, ist sein Fazit eindeutig: „Mutti beißt vor Lachen in die Platte, aber sie bleibt im Kanzleramt!“

Ähnlich sieht er es für „Schäfer-Gerümpel und unseren Volker“, aber sicherheitshalber fordert er: „Zwei schwarze Stimmen ich begehre, dann schauen die Roten in die Röhre!“ Als Wahlkreiskandidaten vor Ort wünscht er sich Lena Arnoldt und Andreas Rey, „denn auf Grimms Märchen habe ich keinen Bock!“

Ruhestand für Hans Ries

Auch Hans Ries, der „Anti-Landrat-Chaos-Mann“, bekommt sein Fett weg. Weil der Herfaer so viel schreit, schlägt ihm der geistreich reimende Weiteröder für den Ruhestand vor: „Hans, zieh ins Dschungelcamp doch ein. Dort kannst du mit Gezeter prassen und der IQ würd auch hinpassen!“ Sogar der in einen Weihnachtsbaum-Skandal verwickelte Bebraer Rathauschef bleibt nicht verschont: „Wer Horst bei der Bürgermeisterwahl vermisst: Er steht jetzt auf der Fahndungslist!“

Von Hirn und Ego

Noch schlimmer kommt es für FWG-Mann Jörg Brand: „Bei ihm verhält sich allzu häufig Hirn und Ego gegenläufig!“ Und für Familienministerin Kristina Schröder, die Gerlach am liebsten in der Krabbelgruppe sähe.

Für den, der Schulden hat wie Bolle, schlägt er – lebhaft beklatscht – die „Schutzschirm-Schlüpfer-Version mit reichlich Wolle“ vor, ehe er auf die internationale Politik zu sprechen kommt und allen wünscht: „Das Jahr, es bleibe weiter heiter!“

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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