Großeinsatz der Wildecker Feuerwehren

Dachbrand an altem Bahngebäude: Polizei nimmt Ermittlungen auf

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Alle Freiwilligen Feuerwehren aus Wildeck waren in der Nacht zum Montag im Einsatz. In Hönebach hat ein früheres Bahngebäude gebrannt. Der Dachstuhl stand zeitweise voll in Flammen.

Hönebach. Bis Montagvormittag hat der Großeinsatz der Wildecker Feuerwehren gedauert, nachdem in der Nacht der Dachstuhl eines ehemaligen Bahngebäudes in Hönebach gebrannt hat.

Erst nach 11 Uhr konnte die Feuerwehr Hönebach ihre letzte Brandwache abziehen. Nun übernimmt die Polizei die Ermittlungen.

Bereits in der Nacht hatte die Polizei das Gebäude beschlagnahmt, das etwas abseits an der Bahnhofstraße in Hönebach steht. In dem Bau, der seit sieben Jahren leer steht, waren früher Dienstwohnungen für Mitarbeiter der Bahn. Wodurch das Feuer ausgelöst wurde, ist bislang unbekannt. Das soll nun die Brandursachenermittlung ergeben, sagte Polizeisprecher Manfred Knoch auf Anfrage. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren Hönebach, Obersuhl, Bosserode, Raßdorf und Richelsdorf. Um 0.33 Uhr ging der Alarm ein, dass ein leer stehendes Haus am Bahnhof Hönebach brennt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Wildecker Wehren bei einem Unfall auf der Autobahn A4 im Einsatz, bei dem der 21 Jahre alte Fahrer tödlich verletzt wurde. Die Wehren aller Ortsteile, insgesamt etwa 50 Einsatzkräfte, wurden nach Hönebach beordert. Ein Teil der Feuerwehr Obersuhl übernahm die Arbeiten an dem Verkehrsunfall. „Diese Aufteilung hat auch gut funktioniert“, sagte Gemeindebrandinspektor Patrick Kniest, der den Einsatz leitete, gegenüber unserer Zeitung.

Fotos: Dachbrand an altem Bahngebäude

Dachbrand an altem Bahngebäude in Hönebach

Als die Einsatzkräfte am Bahnhof Hönebach ankamen, hatte sich das Feuer bereits durch das Dach gefressen. Von Ferne waren Flammen und Rauch zu sehen. Als schwierig entpuppte sich der Zugang zu dem Gebäude, das von viel Gerümpel und Gestrüpp sowie umgeben ist und nicht direkt an der Straße liegt. Deshalb konnte keine Drehleiter gestellt werden, was die Löscharbeiten erleichtert hätte, sagte Kniest. Mehrere Angriffstrupps mit Atemschutzausrüstung versuchten, den Brand zu löschen, doch das Feuer flackerte immer wieder auf. Ein Zwischenboden aus Lehm erschwerte den Zugang zum Feuer. „Wir müssen sehr vorsichtig löschen, sonst bricht diese Zwischendecke runter“, sagte Kniest während des Einsatzes. Zusätzlich zu den Löschtrupps im Gebäude versuchten weitere Einsatzkräfte, den Brand von außen zu bekämpfen.

Das wurde durch die ungewöhnlich hohe Zahl von vier Lagen Dachpappe erschwert, die aufwendig aufgeschnitten werden mussten, um an die Glutnester zu gelangen. „Das hat viel Zeit und Personal gekostet“, erläutert Kniest. Um alle Brandherde aufzuspüren kam eine Wärmebildkamera zum Einsatz. Erst gegen 6.30 Uhr konnte das Gros der Feuerwehrleute abgezogen werden. Gemeindebrandinspektor Kniest ist mit dem Ablauf des Einsatzes zufrieden: "Es hat sich wieder einmal bewährt, dass die fünf Wildecker Wehren viel zusammen üben." Dadurch habe das Zusammenspiel der Einsatzkräfte reibungslos funktioniert. (mcj)

Video: Feuer in altem Bahngebäude

Quelle: HNA

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