Cornberger Sandsteinbruch mit Drohne überflogen

Vor dem Start: Dr. Rouwen Lehné zwischen seinem Drohnen-Piloten Thomas Schmitz, rechts, und Kamerasteuerer Stefan Rautenberg. Im Vordergrund die Drohne mit Kamera. Foto: nh

Cornberg. Der ehemalige Sandsteinbruch Cornberg ist jetzt auch von oben intensiv dokumentiert worden: Eine Gruppe von Wissenschaftlern des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) aus Wiesbaden und der Arbeitsgruppe Geoinformation des Institutes für Angewandte Geowissenschaften an der TU Darmstadt haben eine Drohne eingesetzt, um photogrammetrische 3D-Bilder aufzunehmen.

Das berichtete Helmut Reker vom Heimat- und Verkehrsverein.

Bekanntlich ist der Sandsteinbruch zum hessischen Geotop 2016 gewählt worden. Dr. Rouwen Lehné vom HLNUG, der das Projekt organisert hatte, und vier Doktoranden (Hannah Budde, Stefan Rautenberg, Hanna Reinheimer, Thomas Schmitz) führte der Weg so nach Cornberg, wo die hochtechnisierten Arbeiten vorgenommen wurden.

In ihrem Gepäck hatten sie hochauflösende Kameras, eine neue Drohne, ein exakt vermessendes GPS-Gerät sowie einen leistungsfähigen 3-D-Laserscanner im Gesamtwert von über 100 000 Euro.

Die mit einer hochauflösenden Kamera bestückte Drohne beflog anschließend an verschiedenen Stellen und in unterschiedlichen Höhen den Steinbruch Cornberg und fotografierte und filmte immer wieder im Rundumblick.

Für eine Totalaufnahme stieg die Drohne bis auf 85 Meter und konnte neben der Ortslage Cornberg sogar noch Häuser im zwei Kilometer entfernten Rockensüß fokussieren.

Im Bereich der Drachenschlucht, der nicht befliegbaren ehemaligen Steinbruchzufahrt, wurde an mehreren Stellen ein Laserscanner für 3-D-Aufnahmen eingesetzt.

Bilder für Datenbank

In der Nacharbeitung werden nun die über 500 Bilder durch ein Rechnerprogramm zusammengeführt, bearbeitet, aufbereitet und in einer Datenbank abgelegt. Über eine spezielle Schnittstelle können die 3-D-Flächen dann auch im Internet aufgerufen werden, barrierefrei über jeden gängigen Browser.

So wird es in der zweiten Jahreshälfte möglich sein, auf der Internetseite der Gemeinde Cornberg einen entsprechenden Link zu setzen, kündigte Reker an.

Cornbergs Bürgermeister und zugleich stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Cornberg, Achim Großkurth, und Reker selbst begleiteten die Gruppe und unterstützten sie mit kleinen Hilfestellungen.

Mit der Vorsitzenden Renate Simon freuen sich beide über diese umfassende Darstellung des Steinbruchs und erhoffen sich einen höheren Bekanntheitsgrad für das Gebiet, damit das einmalige Geotop auch als touristisches Ziel künftig besser genutzt wird.

Auch weiterhin kann man Führungen im Sandsteinbruch, Sandsteinmuseum, Kloster und Mineralienschaudepot für Gruppen ab acht Personen nach vorheriger telefonischer Vereinbarung buchen, um sich vor Ort auch ein Bild zu machen. (red/sis)

Kontakt: Vorsitzende Heimat- und Verkehrsverein Renate Simon, Telefon 05650/286, oder Gemeindeverwaltung Cornberg, Regina Panitz-Itter, Telefon 05650/96970. 

www.cornberg.de

Quelle: HNA

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