Cornberger Marktplatz wird umgestaltet

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Hier soll alles neu und schön werden: Der Cornberger Marktplatz soll zu einem attraktiven Treffpunkt umgestaltet werden. Dazu gehört auch die Erneuerung des Brunnens. Das Land hat über das Dorferneuerungsprogramm einen Zuschuss bewilligt. Darüber freuen sich von links Beigeordneter Jürgen Krall, Ortsvorsteherin Ursel Kuhnsch, Landrat Dr. Karl-Ernst-Schmidt, Bürgermeister Achim Großkurth, Karin und Erwin Schmatz vom Dorferneuerungsbeirat, Beigeordneter Jörgen Griese. Ein neuer Marktplatz könnte auch dazu beitragen, einen Betreiber für den Cornberg Treff (Hintergrund) zu finden, hofft der Bürgermeister.

Cornberg. „Der Marktplatz ist die Visitenkarte einer Gemeinde. Und wenn ein Ort schrumpft, dann muss man die Leute in die Dorfmitte holen“, sagt Erwin Schmatz, Vorsitzender des Dorferneuerungsbeirats Cornberg. Deshalb soll der Marktplatz umgestaltet werden, das Land schießt knapp 230 000 Euro dazu.

Seit 2007 läuft in Cornberg die Dorferneuerung. Mit einem zentralen Projekt hat die Gemeinde allerdings einen Bauchklatscher erlebt, sagt Bürgermeister Achim Großkurth: Der Cornberg-Treff, gedacht als Laden für Artikel des täglichen Bedarfs sowie mit kleinem Dienstleistungsangebot und der Möglichkeit, sich bei einer Tasse Kaffee zu unterhalten, ist bisher nicht angenommen worden. Die Betreiber schlossen stets nach relativ kurzer Zeit.

Jetzt hoffen Bürgermeister, Ortsvorsteherin Ursel Kuhnsch und die Mitglieder des Dorferneuerungsbeirats, dass die Umgestaltung des Marktplatzes auch neue Chancen für den Cornberg-Treff bietet. Geplant ist, die Straße, die zwischen Platz und Dorf-Treff liegt, zurückzubauen und so zu gestalten, dass beim Treff auch Außenbewirtschaftung möglich ist. Der Platz selbst soll mit drei Ebenen terrassenförmig angelegt werden, die mit Sandsteinpollern – für Sandstein ist Cornberg schließlich bekannt – abgegrenzt werden. Den Brunnen wollen die Cornberger auf Vordermann bringen und wieder in Betrieb nehmen.

Auch das Umfeld wird neu gestaltet: Die Einmündungsbereiche zu den Straßen sollen gepflastert, 18 Bäume gepflanzt werden. Verbunden mit den Arbeiten ist auch die Erneuerung von Wasser- und Kanalleitungen an der Hauptstraße. Die sind schon eine Weile überfällig, berichtete der Bürgermeister. Man habe jedoch die Arbeiten sinnvollerweise verbinden wollen. Großkurth und auch der Landrat, der den Bewilligungsbescheid des Landes überbrachte, bedauern, dass nur wenige Privatleute die Dorferneuerung nutzen. Der Bürgermeister kennt aber den Grund: Die Ringbebauung Cornbergs bietet sehr wenig Anreiz, die Häuser zu sanieren, außerdem seien die Auflagen des Denkmalschutzes zu hoch für viele einkommensschwache Bewohner. Ortsvorsteherin Ursel Kuhnsch kritisierte, dass sich auch die dominierende Wohnungsbaugesellschaft nicht an der Dorferneuerung beteiligt.

Auch die Idee, aus dem evangelischen Gemeindehaus ein Altenzentrum zu machen, scheiterte bisher mangels Investoren und Initiative seitens der Kirche, erklärte der Bürgermeister.

Insgesamt werden 409 000 Euro investiert. Baubeginn soll im nächsten Frühjahr sein.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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