Demo vor dem Werkstor

Bebraer Conti-Mitarbeiter fordern bessere Bezahlung

Wunsch nach mehr Lohn: 160 Conti-Beschäftigte unterstützten die Forderungen ihrer Gewerkschaft am Dienstagmittag vor dem Bebraer Standort des Automobilzulieferers.

Bebra . 160 Beschäftigte der Firma Continental haben am Dienstag ihre Unterstützung für die Lohnforderung der IG Metall bekundet. Sie versammelten sich mit Fahnen und Plakaten während zwei Informationsveranstaltungen außerhalb ihrer Arbeitszeit vor dem Continental-Werkstor in Bebra.

„Wir wollen 5,5 Prozent mehr Geld“, sagte IG Metall-Sekretär Bernd Löffler dort. Eine Lohnsteigerung in dieser Höhe sei durch die wirtschaftliche Entwicklung gerechtfertigt und für die Unternehmen durchaus zu verkraften, erklärte er.

Zur Begründung der Lohnforderung verwies Löffler auf die steigenden Lebenshaltungskosten: „Die Europäische Zentralbank erwartet für dieses Jahr eine Inflation in Höhe von 2,1 Prozent“, sagte er. Zudem sei in der Metall- und Elektroindustrie eine Produktivitätssteigerung von einem bis 1,5 Prozent zu erwarten. „Hinzu kommt eine Umverteilungskomponente – die Beschäftigten sollen etwas haben von den Gewinnen der Unternehmen“, sagte der Gewerkschafter.

Beschäftigte sollen sich an Warnstreiks beteiligen

Die Beschäftigten rief Löffler auf, sich falls nötig ab Anfang Mai auch an Warnstreiks zu beteiligen. Die Informationsveranstaltungen in Bebra fanden zeitgleich zum ersten Verhandlungstermin mit den Arbeitgebern in Darmstadt statt.

Die Gespräche wurden ergebnislos vertagt und werden laut Mitteilung der Gewerkschaft am Montag, 22. April, fortgesetzt. Die Tarifverträge laufen zum 30. April aus. Dann sind Streiks möglich. Der Vorstand der IG Metall hatte die Forderung von 5,5 Prozent Mitte März beschlossen. (pgo)

Quelle: HNA

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