HNA-Leser schwelgen noch immer in Erinnerungen an die Disco Manhattan

Der Club als Übungsraum

Tanz unterm Faschingsschmuck: Eins der vielen Bilder, die Udo Sippel noch aus Clubzeiten besitzt.

Lispenhausen. Die Erinnerungen an den legendären Club Manhattan in Lispenhausen haben viele HNA-Leser bewegt: Udo Sippel aus Rotenburg, der im Club gejobbt hatte, kramte in seinem Fotoalbum und brachte eine Reihe von Bildern in die Redaktion, und Claus-Dieter Orth fand noch einen Mitgliedsausweis von 1967. „Mit dem Ausweis bekam man vergünstigten Eintritt“, erinnert er sich. Die Einsätze der MP (Military Police) im Club, die häufig sehr brutal gegen die amerikanischen Soldaten gewesen sei, hätten Orth jedoch den Spaß am Club verleidet: „Ich bin dann nicht mehr hingegangen.“

Karl Winter schrieb auf Facebook: „Ich war von Anfang an dabei. Unser Bandmitglied Horst Riemenschneider und der vorhergehende Schlagzeuger der Band, H. G. Wendt, hatten die Idee und waren die Gründer des Clubs. Wir gründeten die ’Flaming Blue Stars‘, und wir durften den Club als Übungsraum benutzen. In der Folgezeit waren wir die Hausband und spielten auch sehr viel mit anderen Bands zusammen. Der Club war über lange Zeit unser zweites Zuhause und wir hatten dort eine schöne Zeit und viel erlebt.“

Bilder vom Club kann man auf der Homepage www.biber-band.de unter „Die Band“ beim Eintrag „Karl Winter spielte früher bei: Club Manhattan – Bilder“ aufrufen.

Die Berichterstattung über den Club und das dazugehörige Gasthaus Dietz haben auch die letzten Pächter, Regina Wölk und Hans-Peter Koch, veranlasst, ihre 21 Jahre in der Gaststätte Revue passieren zu lassen. Sie schreiben unter anderem: „Wir haben viel erlebt in diesem traditionsreichen Hause im Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft Lispenhausen, haben viele interessante Leute kennengelernt, von vielen Familien alle Ereignisse der Familiengeschichte miterlebt, viele Situationen gemeistert, viele historische Dokumente über Lispenhausen zusammengetragen, viele Geschichten erzählt bekommen und selber erzählt. Wir haben mit den Menschen im Gasthaus gefeiert, diskutiert, gehofft, gelacht, geweint – gelebt ... immer mittendrin im Zeitgeschehen – in guten und in nicht so guten Tagen ... Die Jahre mit Ihnen allen im Gasthaus Dietz waren sehr schön. Vielen Dank.“

Regina Wölk hat die Lispenhäuser Website erstellt und pflegt sie auch. (sis)

www.lispenhausen.de

Quelle: HNA

Kommentare