Kreative Schreiber aus Rotenburg und Umgebung präsentierten ihre Texe

Im Club der lebenden Dichter

Goethe und Schiller als Handpuppen: Dr. Barbara Jordan war eine der Autorinnen, die ihre Texte im literarischen Bistro im Café Moritz präsentierte. Foto: Meyer

Rotenburg. Die einen haben aufgeschrieben, was sie auf Reisen oder im Alltag erlebt haben, die anderen das, was ganz allein ihrer Fantasie entsprungen ist. Sie alle sind kreative Schreiber aus Rotenburg und Umgebung. Am Sonntag fanden sie Gelegenheit, ihre spannenden, witzigen, geistreichen, nachdenklichen oder auch traurigen Texte vorzutragen. Um das zu hören, waren so viele Gäste zum literarischen Bistro im Rotenburger Café Moritz gekommen, dass sie sich rund um die Bar dicht drängten.

Die Texte und Lieder ganz unterschiedlicher Stimmung folgten dicht aufeinander: Klaus Sempert ist ein feiner Beobachter, wenn er mit der Bahn unterwegs ist oder den Friseur besucht. Irmgard Bachmann reimt über den Winter, Lydia Wagner widmet den Rebellionen des arabischen Frühlings ein Lied, das vom seidigen Strand der Touristen handelt.

Sofia Kremser lässt das Publikum teilhaben an ihrem Glück über eine überwundene Krankheit und singt vom Tanz, Kerstin Rathmanns mit leiser Stime vorgetragenen Gedichte handeln von stillen Sorgen. In einer Geschichte von Harald Weber wird es schaurig. Dr. Barbara Jordan bringt Goethe und Schiller mit ins Café Moritz – als Handpuppen. Tatjana Kröger nimmt die staunenden Zuhörer mit in die Mongolei, die sie allein bereist hat, und Eva Martens-Salzmann verrät, dass sie ein Buch geschrieben hat.

Aus der Liebesgeschichte einer Frau zu einem jüngeren Mann hörten die Gäste einen Ausschnitt. „Club der lebenden Dichter“ nennt sich die Gruppe, die sich vor fast fünf Jahren zusammengeschlossen hat und ist, wie Mitinitiiator und Buchhändler Stefan Berge betont, für jeden offen.

Bei der fünften Veranstaltung spielte Thomas Heid Saxophon, Sabine Schad-Sitzmann und Ursula Schmitt moderierten.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

Kommentare