Oberleutnant Marius André übernimmt Leitung der Feldjäger-Ausbildungskompanie

Chef ist ein Eigengewächs

Er stammt aus ihren Reihen: Oberleutnant Marius André ist neuer Chef der Ausbildungskompanie der Feldjäger in der Alheimer-Kaserne. In dieser Einheit, die damals noch in Schwalmstadt stationiert war, hat er 2004 seine Grundausbildung begonnen. Fotos: Janz

Rotenburg. Die Rotenburger Rekruten der Militärpolizei haben einen neuen Chef. Oberleutnant Marius André hat gestern das Kommando über die Ausbildungskompanie der Feldjäger in der Alheimer-Kaserne übernommen. Er soll die Einheit bis zur Auflösung in zwei Jahren leiten.

Mit dem 27-Jährigen aus Bad Vilbel tritt ein Eigengewächs des Feldjägerbataillons 251 an die Spitze der Kompanie. In dieser Einheit, die damals noch in Schwalmstadt stationiert war, hat André vor acht Jahren seine Grundausbildung begonnen. Seit Mai 2011, als er vom Pädagogik-Studium an der Bundeswehruniversität in München zurückkam, ist er stellvertretender Kompaniechef. Jetzt steht er zur Beförderung zum Hauptmann an.

Für einen Zeitsoldaten, der sich für zwölf Jahre verpflichtet hat, sei das eine ungewöhnliche Karriere, sagte der stellvertretende Bataillonskommandeur, Major Björn Schäfer, am Rande des Übergabeappells. Aber André sei der Wunschkandidat für den Posten gewesen. Schließlich habe er bereits als Vertreter des Kompaniechefs bewiesen, dass er der Aufgabe gewachsen sei.

Vorgänger geht nach Erfurt

Andrés Vorgänger, Hauptmann Maik Kratzius, war zwar nur ein Dreivierteljahr in Rotenburg stationiert. Der Abschied fiel ihm aber sichtlich schwer: „Ich habe mich nie so aufgenommen gefühlt wie hier“, sagte er zu seinen Kameraden.

Der 31-Jährige wechselt als Kompaniechef zum Feldjägerbataillon 351 in Erfurt, wo auch seine Frau – ebenfalls eine Soldatin – mit den beiden Töchtern lebt. Kratzius war bereits in Afghanistan, Bosnien und im Kosovo und wird auch in Zukunft wieder zu Auslandseinsätzen ausrücken.

Schäfer würdigte Kratzius als vorbildlichen Vorgesetzten. Nach 277 Tagen im Amt übergebe er eine Kompanie mit „einwandfreiem Ruf“ an seinen Nachfolger.

Andrés Vorgesetzte wünschen sich, dass der Neue die Ausbildungskompanie bis zu ihrer Auflösung befehligt. Läuft alles nach Plan, wird er in etwa zwei Jahren den Schlüssel in der Alheimer-Kaserne rumdrehen. „Das wird sicher sehr emotional, weil ich in dieser Einheit militärisch das Laufen gelernt habe“, sagt André. Doch zunächst einmal will er sich auf seine neue Aufgabe konzentrieren.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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