Weihnachtsaufführungen im Haus des Gastes waren ein Feuerwerk der guten Laune

Chaos beim KCV-Theater

Hinunter mit den guten Tropfen: Der geizige Bernie (Frank Schäfer – links im Bild) ist entsetzt über die Verwandtschaft, die seine Kapitalanlagen aus dem Weinkeller geplündert hat. Fotos: Vöckel

Ronshausen. Chaos hoch drei - das war vorprogrammiert im gleichnamigen Theaterstück im Haus des Gastes in Ronshausen. Zwei Stunden erlebten die Besucher ein Feuerwerk der guten Laune, bei dem sie aus dem Lachen nicht mehr herauskamen. Dafür sorgten die Schauspieler der Theatergruppe des Kultur- und Carnevalvereins Ronshausen (KCV), die das mit Pointen gespickte Stück von Walter G. Pfaus in drei Akten aufführten.

Eröffnet hatte den Theaterabend die Gesangsgruppe Leimendämmler mit dem Lied „Leben ist mehr als Rackern und Schuften“ von Rolf Zuckowski. Im Theaterstück ging es um ein dreifaches Fest, das im Hause Hofer gefeiert werden sollte. Der Anlass: die goldene Hochzeit von Oma und Opa (Andrea Rohrbach und Karl Knierim) , die bestandene Führerscheinprüfung von Sohn Siggi (Dominik Tobi) und die 500. Trauung von Hausherr Bernie (Frank Schäfer) als Standesbeamter.

Aber weder Oma und Opa noch der Sohn haben vor, zu Hause zu feiern. Sie hatten andere Pläne. Doch der geizige Bernie setzt sich durch. Er lädt die gesamte Verwandtschaft zum großen Fest ein. Er hat aber nicht vor, draufzuzahlen. Er will vielmehr ein Geschäft aus der Feier machen.

Die Eltern müssen blechen, und die Geldgeschenke der Verwandten kassiert natürlich Bernie. Der ist allerdings verwundert über das Geschenk von Tante Clara (Doris Kersch): ein Banane. Seine Frau Ulrike (Karin Blümer) vermutet: „Die hält dich für einen Affen.“ So nach und nach treffen auch die anderen Verwandten ein: Bruder Guido (Volker Banz), Ulrikes Schwester Lisa und ihr Mann Hugo (Madeleine und Harald Lambrecht). Sie sorgen für weiteren Wirbel und bringen den Geizkragen Bernie schier zur Verzweiflung.

Er kommt weder mit seiner Rede noch mit dem Billigrotwein in der Zwei-Liter-Flasche durch. Opa trickst ihn aus mit den entkorkten Spitzengewächsen aus dem Keller. Mit dem verkosten der Kapitalanlagen machen sie dem Bernie eine gehörigen Strich durch die Rechnung, die am Ende von Oma und Opa durch den Umzug zur Feier ins Wirtshaus noch einmal in die Höhe getrieben wurde.

Den Schlusspunkt setzt schließlich Sohn Siggi. Von seiner ersten Fahrt mit Bernies Auto bringt er zum Entsetzen seine Vaters nur noch ein Fahrzeugteil heil mit nach Hause: das Lenkrad. Tante Claras Feststellung: „Wer wie ein Teufel fährt, kommt auch bald mit ihm in Berührung.“

Als Souffleuse wirkte Sandra Tobi mit. Regie führten Ulrike Bleß und Günther Wollenhaupt. Das Bühnenbild für die beiden Aufführungen am zweiten Weihnachtstag hatten Vereinsmitglieder gestaltet.

Von Herbert Vöckel

Quelle: HNA

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