Lispenhausen: Chance wächst für die B83-Umgehung

Rotenburg. Die Chance für einen raschen Bau der B83-Ortsumgehung Lispenhausen wächst. Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) nimmt den Berliner Verkehrs-Staatssekretär Rainer Bomba (CDU) beim Wort.

Wenn das Bundesverkehrsministerium die Finanzierung der Ortsumgehung zusichere, sagte Posch auf Anfrage unserer Zeitung, dann werde das Land Hessen die konkrete Planung für den Straßenbau sofort in Angriff nehmen.

Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba (CDU), hatte bei einem Besuch in der Alheimer-Kaserne Anfang März versichter, der Bund werde alles tun, um die Finanzierung der 17,4 Millionen Euro teuren Ortsumgehung zu stemmen. Sie gilt zusammen mit einer dritten Brücke über die Fulda als Voraussetzung dafür, dass das Gelände der Kaserne erfolgreich für eine neue Nutzung vermarktet werden kann, wenn die Bundeswehr vermutlich ab 2015 die Kaserne räumt.

Auf die Umgehungsstraße warten viele der 2500 Bewohner des Rotenburger Stadtteils seit Jahrzehnten. Doch im Dezember 2011 hatte das hessische Verkehrsministerium die Pläne mit dem Hinweis auf Geldmangel beerdigt. Weil Bundesmittel für die B 83 nicht in Sicht seien, wollte das Land auch kein Geld für die weitere Planung ausgeben, zumal der Landeshaushalt ab 2020 ohne Neuverschuldung finanziert werden muss.

Jetzt kommt durch die Zusicherung Bombas wieder Schwung in die Sache. Posch will die Planung freilich erst dann starten, wenn in Wiesbaden eine schriftliche Finanzierungszusage vorliegt. Darauf wird jetzt gewartet.

Der Neubau einer dritten, etwa vier Millionen Euro teuren Fuldabrücke wird davon abhängig sein, ob die Ortsumgehung gebaut wird. Bisher gilt die dritte Brücke als unwirtschaftlich, sagt Posch. Das könnte sich ändern, wenn die Ortsumgehung kommt.

Quelle: HNA

Kommentare