Bunte Vielfalt zog Marktfans in Rotenburg an

Was gab es nicht alles zu bestaunen: Erika Schmitt aus Steinau an der Straße, Mia Becker, Hannah Becker, Lothar Schmitt und Annemarie Münzel bewundern die von Ingrid Schulze-Sell aus Wippershain (rechts neben ihr Helga Riebold) aus Papier angefertigten Kunst- und Gebrauchsgegenstände, unter anderem einen Kalender, auf dem steht: „Du bist einmalig!“ Foto: Apel

Rotenburg. „Leute ohne Ende" besuchten am Wochenende den seit einigen Jahren im Rotenburger Bürgersaal am Bahnhof stattfindenden Kunsthandwerkermarkt.

Er wartete einmal mehr mit einem sehr schönen und vielfältigen Angebot auf.

Schon von Weitem hörte man, wie Andreas Kunze aus Hitzelroda mit seiner Kettensäge hantierte. Lautstark stellte er im Eingangsbereich des Begegnungszentrums Außendekorationen aus Douglasie, Buche und Birke her: Kerzen, Bäume, Sterne - alles, was das schon jetzt an Weihnachten denkende Herz begehrt.

Gabriele Weiss-Singh, eigens aus Duisburg-Rheinhausen angereist, hatte Bonbons im Angebot: nach Erdbeeren oder Eierlikör schmeckende, aber auch „Anis-Fenchel-Briketts“, anno dazumal bei Bergleuten sehr beliebt. Heike Ronsdorf-Holstein und Andrea Schmidt-Rieger aus Bebra wiederum strickten „wie es ihnen gefiel“. Schon lange verbinden die beiden ihr entspannendes Hobby mit dem Nützlichen. Weil das viele andere auch so machen, gab es reichlich Auswahl an Schönem und Nützlichem. Gute-Laune-Keramik, farbenfroh gebranntes Gebrauchsgeschirr, Hüte und Mützen aus gewalktem Stoff, Naturfloristik, „einmalige“ Kalender, Schmuck aus heimischen Hölzern, aber auch aus hochwertig verarbeitetem Turmalin aus Idar-Oberstein, Schwibbögen, Seifen - und gute Gespräche mit netten Menschen.

Anke Hanstein und ihr Vorbereitungsteam jedenfalls waren mehr als zufrieden: „Unser Markt ist supergut angenommen worden. Sogar von Kassel sind Leute angereist!“ Immer wieder genannte Gründe: Der Markt hat einen guten Ruf, das Wetter hat gepasst, und der Bürgersaal ist für die Bedürfnisse der Marktbeschicker geradezu ideal. Darüber hinaus wussten die Besucher, dass sie mit dem Kauf von Losen eine Patchworkdecke gewinnen konnten (als neue Eigentümerin wurde Anita Möller aus Mündershausen ermittelt), und dass der gesamte Erlös für den Lispenhäuser Verein „Wuwis“ („Wir unterstützen Waisenkinder in Simbabwe“) und dessen Projekt Tafara bestimmt ist, bei dem elternlose Kinder im Armenviertel Sakubva in Mutare (Simbabwe) mit dem Nötigsten versorgt werden. Wie Anke Hanstein auf Anfrage mitteilte, kamen beim Losverkauf 859 Euro und beim Kaffee- und Kuchen-Verkauf 1900 Euro zusammen.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

Kommentare