Bürgerservice: Rotenburger CDU schlägt Kompromiss vor

Rotenburg. Auch die CDU Rotenburg kann die Entscheidung von Landrat Dr. Michael Koch nicht nachvollziehen, das Bürgerservice-Büro in Rotenburg ab Mai samstags zu schließen. Bisher habe der Landrat keine schlüssige Begründung dafür geliefert. In Bad Hersfeld schien es bislang keine Nachfrage nach dieser Dienstleistung gegeben zu haben, heißt es in einer Pressemitteilung von Stadverband und Fraktion.

Wie berichtet, ist das Service-Büro im Landratsamt Rotenburg ab sofort samstags nicht mehr besetzt. An dieser Stelle war es es möglich Kraftfahrzeuge zuzulassen, aber auch andere Dienstleistungen der Kreisverwaltung in Anspruch zu nehmen. In Bad Hersfeld, wo das Bürgerservicebüro samstags nicht besetzt ist, ist nun allein die Zulassungsstelle An der Haune geöffnet.

Für den CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Andreas Börner geht es nicht allein um drei Stunden weniger Öffnungzeiten: „Vielmehr geht es auch um eine Gleichverteilung im Landkreis, die nach einigen Behördenschließungen immer weiter Richtung Süden geht. Das können wir so nicht hinnehmen“, erklärte er.

Die CDU-Fraktion schlägt als Kompromiss vor, das Bürgerservice-Büro einmal im Monat samstags in Rotenburg zu öffnen und die Zulassungsstelle in Bad Hersfeld an den übrigen Samstagen.

Das Thema soll auch im Kreistag diskutiert werden. Die FDP-Fraktion beantragt die Rücknahme der Entscheidung. Das Vorgehen des Landrats führe zu einer weiteren Schwächung des Dienstleistungsangebots im Nordteil des Kreises. Dieser Prozess sei bereits seit längerer Zeit zu beobachten, erklärte Fraktionsvorsitzender Bernd Böhle. Grundsätzlich begrüße man die Öffnung der Zulassungsstelle in Bad Hersfeld. Doch dürfe dieser Vorteil für die Kunden in Bad Hersfeld nicht zum Nachteil im Nordkreis werden. (red/sis)

Quelle: HNA

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