Großbrand in Rotenburg

Bürgermeister nennt Schaulustige bei Großbrand in Rotenburg Idioten

Rotenburg. Scharfe Kritik gibt es an den Schaulustigen, die am Dienstagabend die Löscharbeiten am Rotenburger Sägewerk beobachtet haben. Sie hätten zu Beginn des Einsatzes den Weg für Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei blockiert.

„Es ist wichtig, dass sich Schaulustige in angemessener Entfernung aufhalten – zu ihrer eigenen Sicherheit und um die Rettungskräfte nicht zu behindern", sagte Polizeisprecher Manfred Knoch gegenüber unserer Zeitung. Noch deutlichere Worte fand Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald, der sich am Dienstagabend mit mehreren Schaulustigen anlegte: „Man muss Idioten auch als solche bezeichnen.“ Ihm sei der Kragen geplatzt, als in den Flammen Tanks explodierten und die Zuschauer dazu applaudierten. „Da hat man Angst um die Sicherheit der Einsatzkräfte, und dann gibt es so eine Tabulosigkeit.“

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Die Feuerwehr aus Rotenburg war als erste am Einsatzort, als am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr der Alarm einging, dass eine Halle des Sägewerks Hahn brennt. Doch die Hilfe kam aus der ganzen Region.

Aus Rotenburg waren neben der Kernstadt-Feuerwehr auch die Stadtteilwehren aus Braach, Lispenhausen, Mündershausen, Schwarzenhasel, Erkshausen, Seifertshausen und Dankerode im Einsatz, teilt Tino Knierim-Prinz von der Rotenburger Feuerwehr mit.

Fotos: Großbrand in Sägewerk: Der Tag danach

Großbrand in Sägewerk: Der Tag danach

Aus Bebra, Bad Hersfeld und Melsungen kamen die Wehren der Kernstädte. Aus Alheim waren die Wehren Heinebach, Baumbach, Niederellenbach, Sterkelshausen und Erdpenhausen im Einsatz.

Fotos: Sägewerk in Rotenburg steht in Flammen

Sägewerk in Rotenburg steht in Flammen

Das Deutsche Rote Kreuz war mit knapp 100 Leuten im Einsatz. Sie stellten nicht nur die medizinische Versorgung sicher, sondern hielten für die Feuerwehrleute wegen der starken Hitzeentwicklung auch Getränke bereit.

Auch das Technische Hilfswerk beteiligte sich mit Einheiten aus Rotenburg, Eschwege, Homberg und Melsungen. Der Bauhof und die Wasserwerke der Stadt Rotenburg halfen dabei, die Wasserversorgung für die Löscharbeiten sicherzustellen. Die Polizei sorgte für die Absicherung der Einsatzstelle. (mcj)

Quelle: HNA

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