Starkstromtrasse

Bürgerinitiative kritisiert Informationsarbeit des Netzbetreibers Tennet

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Hier wird die 380-kV-Leitung enden: das Umspannwerk in Mecklar. Archivfoto: Eyert

Hersfeld-Rotenburg. Die Firma Tennet, die zwei Stromtrassen im Kreisgebiet bauen will, steht in der Kritik. Die Bürgerinitiative „Keine 380-kV-Freileitung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg" bemängelt gegenüber unserer Zeitung die Informationspolitik des Netzbetreibers.

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Während der Vorbereitung des Planfeststellungsverfahrens der Höchstspannungsleitung Wahle - Mecklar habe Tennet seit Monaten keinen Kontakt mit der Initiative gehabt. „Die letzte öffentliche Veranstaltung war im vergangenen Sommer“, sagt der BI-Vorsitzende Ralf Wassermann, „seitdem gilt: Still ruht der See.“ Dabei habe Tennet seinerzeit beteuert, ein offenes Planungsverfahren im Austausch mit den Menschen in den betroffenen Gebieten führen zu wollen.

Auch Tennet-Sprecher Markus Lieberknecht hatte kürzlich erklärt, dass die Bürger am Verlauf der Trasse intensiv beteiligt worden seien. Er bestätigte aber auf Anfrage, dass Tennet seit den Infomärkten keinen Kontakt mehr mit Bürgerinitiativen habe. „Wir haben damals alle Informationen auf den Tisch gelegt, und seitdem hat sich nichts mehr Grundlegendes geändert“, sagt Lieberknecht.

Neben der 380-kV-Leitung ist Tennet an der Gleichstromtrasse Südlink beteiligt, die durch das westliche Kreisgebiet führen soll. Dieses Planung steht aber noch am Anfang. (mcj)

Quelle: HNA

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