Initiative pro Fuldaaue bereitet Verfahren vor

Lispenhausen: Bürgerbegehren soll Umgehung stoppen

Rotenburg. Die Gegner der Ortsumgehung Lispenhausen wollen ein Bürgerbegehren einleiten und so den geplanten Bau der Trasse durch die Fuldaaue noch verhindern.

Das erklärte der Sprecher der Initiative pro Fuldaue, Christian Riehl, am Mittwoch gegenüber der HNA. Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich am Dienstag einstimmig für den Bau ausgesprochen.

Riehl sagte, ein Rechtsanwalt werde das Verfahren nun für die Bürgerinitiative vorbereiten. Auch, wenn die Abstimmung der Stadtverordneten keine rechtliche Bindung für die Planungsbehörde Hessen mobil habe, hofften die Umgehungsgegner, dass die Straße nicht kommt, wenn sich die Mehrheit der Rotenburger Wahlberechtigten gegen den Bau ausspricht.

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Hessen mobil plant im Auftrag des Bundes die Umgehung von Lispenhausen mit einer neuen Trasse der Bundesstraße 83. Das Votum der Stadtverordneten inklusive deren Anliegen, eine Unterführung statt einer Brücke über die Bahnanlagen zu planen und zu bauen, ist nicht bindend für die Behörde. Hessen mobil lässt sich den Planungsauftrag jedoch von den betroffene Kommunalparlamenten bestätigen.

Grunwald wirbt für Ortsumgehung

Rotenburgs Bürgermeister Christian Grunwald hatte in der Sitzung noch einmal für die Ortsumgehung geworben. Alle, selbst die Gegner der geplanten Trasse, wünschten sich eine Entlastung der Ortsdurchfahrt, wollten den Schwerverkehr aus dem Dorf haben und Gefahr für Leib und Leben mindern. Er hatte gehofft, dass mit der Aufforderung an die Planungsbehörde, statt einer Brücke über die Bahnanlagen eine Unterführung vorzusehen, ein Kompromiss erzielt werden konnte.

Dass nun ein Bürgerbegehen eingeleitet werden soll, betrachtet Grunwald als legitimes Mittel der Bürgerinitiative. Er hoffe, dass die dabei getroffene Entscheidung dann auch von allen Betroffenen akzeptiert wird.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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