Ortsumgehung Lispenhausen: Bürgerversammlung im September

Lispenhausen. Eine Bürgerversammlung zur Ortsumgehung in Lispenhausen will Rotenburgs Stadtverordnetenvorsteher Klaus Troch im September einberufen.

Die Veranstaltung soll spätestens nach einem Termin von Bürgermeister Christian Grunwald und Ortsvorsteher Manfred Knoch im Bundesverkehrsministerium stattfinden, kündigte Troch an.

Der Stadtverordnetenvorsteher betont, dass die Bürger sehr wohl über den aktuellen Sachstand informiert worden seien. Zuletzt war in einem Leserbrief in unserer Zeitung über mangelnde Information geklagt worden. Die Initiative pro Fuldaaue – sie ist gegen die aktuelle Trassenplanung – sowie einzelne ihrer Mitglieder seien durch die Stadtverwaltung Rotenburg und den Ortsvorsteher immer wieder informiert worden. Auch in der HNA vom 14. April waren die mögliche Trassenführung und die Planungen der Stadt nachlesbar.

Die Ortsumgehung sei ein Wunsch von vielen Bürgerinnen und Bürgern in Lispenhausen. Aufgrund der immer weiter steigenden Verkehrsbelastung, besonders des Schwerlastverkehrs, werde die Umgehung seit den 60er-Jahren des vergangene Jahrhunderts gefordert und durch kommunalpolitisch engagierte Parteien und Organisation als Ziel genannt.

Abgelehnt im November

Über den Stand der Planungen wurden in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder im Parlament und in der HNA berichtet – auch über die aktuelle mögliche Trassenführung, die sich nach vielen Gesprächen mit Behörden und Bahn sowie der Nachbargemeinde Bebra als realisierbar herausgestellt hatte. Troch erinnert daran, dass die gesamte Planung hinfällig schien, nachdem Hessens Wirtschaftsminister Posch im November vorigen Jahres die Umsetzung aus finanziellen Gründen abgelehnt hatte.

Handlungsdruck entstand erneut, nachdem die Schließung des Bundeswehrstandortes Rotenburg bekannt wurde und nun über eine Vermarktung des Kasernengeländes nachgedacht wird. Jetzt wurden die Planungen für die Ortsumgehung und eine dritten Fuldabrücke wieder aufgenommen. Die Entscheidung dafür sei erst wenige Wochen alt und auch kommuniziert worden, erklärte der Stadtverordnetenvorsteher.

Gelegenheit zur Diskussion

Bereits in der jüngsten Bürgerversammlung zur Ortsumgehung im April sei eine weitere Versammlung zum Thema angekündigt worden, erklärte Troch. Dass eine solche Baumaßnahme nicht nur Befürworter findet, sei klar. Dennoch sollte versucht werden, das Für und Wider sachlich und fair zu diskutieren. Die beteiligten Behörden, die Stadt Rotenburg und die Kommunalpolitiker wollen dazu über die gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungsformen hinaus ausreichend Gelegenheit geben. (sis)

Quelle: HNA

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