Weihnachtsgeschäft im Kreis gut angelaufen – Post hat viel zu tun

Bücher, Kleidung und Spielwaren sind gefragt

Hersfeld-Rotenburg. Die Klassiker unterm Weihnachtsbaum scheinen nach wie vor Bücher, Spielwaren und Bekleidung zu sein. Rund 285 Euro und damit 24 Euro mehr als 2011 will jeder Deutsche laut einer GfK-Studie für Geschenke ausgeben.

Auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist das Weihnachtsgeschäft gut angelaufen. Von einem „super Start“ sprach Martin Schüller, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbands Nordhessen. Dazu habe auch das gute Wetter Anfang Dezember beigetragen. Daneben sind die Einzelhändler von Trends abhängig. „Die Umsätze sind sehr unterschiedlich“, sagt Martin Knauff, stellvertretender Vorsitzender des Verbands und Inhaber des Mode-Centrums Sauer in Bad Hersfeld. Einbrüche gebe es bei den „internetaffinen Produkten“, also Geschenke, die oft online gekauft werden. Trotzdem behauptet sich der Einzelhandel laut Knauff wacker.

Zufrieden äußerte sich Roman Degenhardt als zweiter Vorsitzender der Rotenburger Vereinigung Handel, Handwerk und Gewerbe. „Gekauft werden zum Beispiel warme Kinderschuhe und Hausschuhe, auch Unterhaltungselektronik ist wie immer gefragt.“

Neben Bekleidung und trotz aller Technisierung werden zu Weihnachten nach wie vor Bücher gekauft. Die Hoehlsche Buchhandlung verzeichnet ein „munteres Weihnachtsgeschäft“. Und: Brettspiele sind wieder gefragt.

Dass der Weihnachtseinkauf vermehrt online stattfindet, bekommen die Paketdienste zu spüren. „Bundesweit werden pro Tag durchschnittlich drei Millionen Pakete verschickt, in der Vorweihnachtszeit sind es doppelt so viele“, sagt Thomas Kutsch, Sprecher der Deutschen Post DHL. Ein klassischer Paketzusteller in Hersfeld-Rotenburg hätte etwa 400 Pakete auszuliefern. Um alle Sendungen pünktlich zum Fest zu liefern, wird am 23. Dezember eine Sonderschicht geschoben, auch an Heiligabend wird noch ausgeliefert.

Bücher und Spielwaren sind nach wie vor die Klassiker unter den Weihnachtsgeschenken, wenn man einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung glauben darf. Bestätigen können dies die heimischen Buch- und Spielwarenhändler – ebenso wie den Trend zum Onlineeinkaufen, auch zu Weihnachten. Romane und Kinderbücher Jürgen Bode, Inhaber der Hoehlschen Buchhandlungen in Bad Hersfeld, Rotenburg und Bebra sagt: „Der Online-Handel nimmt zu, aber wir verzeichnen seit Anfang Dezember trotzdem ein munteres Weihnachtsgeschäft.“

Und auch wenn vermehrt E-Books gelesen würden, viele Kunden wollen laut Bode noch „etwas zum Blättern“ haben. Einen bestimmten Titel, der besonders häufig gekauft wird, kann Bode allerdings nicht nennen. Beliebt seien Romane und Kinderbücher, das Alter seiner Kunden sei dabei ganz unterschiedlich. Stark nachgefragt werden zu Weihnachten auch Spielwaren. Jürgen Thielemann, bei Spielwaren Sulzer für Verkauf und Marketing zuständig, spricht von einem „Marathon bis zum 24. Dezember“. Absoluter Top-Artikel sei wie schon 2011 Lego, mit verschiedenen Themenbereichen für Jungen und Mädchen. Bei Mädchen sind laut Thielemann außerdem gerade „Monster High“-Puppen beliebt. Gut verkauft würden nach wie vor Lerncomputer, während klassische Computerspiele weniger beziehungsweise eher online gekauft würden. Dafür seien traditionelle Spielwaren und Brettspiele wieder stärker gefragt. „Da hat sich der Markt gedreht“, berichtet Thielemann, und: „Die Kunden achten sehr auf das Preis-Leistungsverhältnis.“ Den Online-Trend mitgehen Dem Trend zum Online-Bestellen passen sich sowohl die Hoehlsche Buchhandlung und Spielwaren Sulzer mit eigenem Versandservice an. (nm)

Die beliebtesten Geschenke

Die Gesellschaft für Konsumforschung hat 3968 Personen von 14 bis 65 Jahren befragt. Das sind die beliebtesten Geschenke der Deutschen:

1. Bücher (44 Prozent)

2. Spielwaren (36 Prozent)

3. Kleidung, Accessoires (33 Prozent)

4. Kosmetik, Parfüm (27 Prozent)

5. Bargeld (25 Prozent)

6. Gutscheine (25 Prozent)

7. Lebensmittel, Getränke (22 Prozent)

8. CDs, DVDs, Blu-Rays (19 Prozent)

9. Schmuck, Uhren (15 Prozent)

10. Abos/Veranstaltungs-tickets (13 Prozent)

Beim Weihnachtseinkauf im Internet liegen Abos und Tickets vorn, gefolgt von Software sowie CDs, DVDs und Blu-Rays.

Quelle: HNA

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