Dieter Franz (SPD) befürchtet Mehrkosten und Zeitverzögerung

Ja zur Brücke gefordert

Lispenhausen. Ein klares und bedingungsloses Ja der hessischen Landesregierung zum Bau einer dritten Fulda-brücke hat SPD-Landtagsabgeordneter Dieter Franz eingefordert. Während die Planungen für die B 83-Ortsumgehung Lispenhausen vorangetrieben würden, gebe die Landesregierung in Zusammenhang mit der dritten Fuldabrücke mehr Fragen auf, als sie Antworten gebe.

Verkehrsaufkommen im Blick

Bisher sei man sich einig gewesen, dass für eine gute Vermarktung des Geländes der Alheimer-Kaserne, die Anfang 2016 geschlossen wird, eine bessere Verkehrserschließung nötig ist. Dazu gehöre eine dritten Fuldabrücke. Im Rahmen der Vermarktungsstudie für das Kasernengelände solle das zu erwartende Verkehrsaufkommen neu bewertet werden. Es müsse damit nachgewiesen werden, dass sich das Verkehrsaufkommen wesentlich erhöhen werde, „um die Wirtschaftlichkeit der Baumaßnahme nachweisen zu können“, sagt Franz. Die Wirtschaftlichkeit einer dritten Brücke war 2008 als „nicht bauwürdig“ bewertet worden. Ob die konkreten Anhaltspunkte für eine wesentlich erhöhte Verkehrsmenge nachgewiesen werden können, stehe allerdings in den Sternen. „Zumindest stehen diese Bedingungen doch in einem gewissen Widerspruch zu den vollmundigen Erklärungen führender Unionspolitiker“, erklärt Franz.

Zuerst würden die Planungen für die Ortsumgehung Lis-penhausen mit den erforderlichen Ausschreibungen vorangetrieben. Zeitlich versetzt könne bei nachgewiesener Bauwürdigkeit die dritte Fuldabrücke als Verbindungsspange in ein neues Planungsprogramm für Ortsumgehungen von Landesstraßen aufgenommen werden. „Nach meinem Verständnis wird es dadurch kein paralleles Vorantreiben des gesamten Bauprojektes geben können, was sicherlich zusätzliche Kosten verursacht und einer zeitnahen verbesserten Verkehrsführung nicht gerecht werden kann“, kritisiert Franz. Die Erwartungshaltung der Stadt Rotenburg und der gesamten Region sehe anders aus. (ach)

Quelle: HNA

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