Schäden an Dackel und Marktfrau

Bronzefiguren in Rotenburg Ziel von Vandalismus

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Beine zerbrochen: Eine der bei Gästen und Rotenburgern gleichermaßen beliebten drei tratschenden Marktfrauen ist kaputt. Mit einem wenig schönen Gerüst wird sie provisorisch gestützt. 

Rotenburg. So schön sie auch sein mögen: Offenbar provozieren die Bronzefiguren in der Rotenburger Innenstadt - und führen immer wieder zu Vandalismus.

Der Schwanz des Dackels, der die zur Jakobikirche eilende Diakonisse begleitet, ist bereits zum zweiten Mal abgebrochen worden, berichtet die Leiterin der Tourist-Information, Kerstin Schulz.

Diakonisse und Hund werden während des Weihnachtsmarktes abgebaut, so dass der Schaden noch nicht weiter aufgefallen ist. Ein Zeuge hatte beobachtet, wie Unbekannte den Schwanz jetzt nachts mit roher Gewalt abbrachen. Die Reparatur des Dackels im Sommer hatte bereits 700 Euro gekostet. Jetzt dürfte eine ähnliche Summe fällig werden - die zu Lasten der Stadt und somit aller Rotenburger geht.

Ungleich teurer dürfte die Instandsetzung einer Marktfrau werden. Gegen sie muss etwas mit sehr viel Gewicht gestoßen sein, so dass ihre Beine zerbrachen. Kerstin Schulz vermutet, dass es ein Fahrzeug war. Sie und ihre Kollegin Ingrid Sänger sind ratlos. „Für solche Fälle hat man doch eine Versicherung. Das kann man doch melden, wenn man nicht absichtlich gegen die Figur gefahren ist.“

Ein Rundgang über den Weihnachtsmarkt zeigt weitere Spuren von Vandalismus: Gerade erst wurde ein Stück des kleinen Holzzauns um die Pyramide kaputt getreten, ein Tritt dürfte der Grund dafür sein, dass ein Gefach einer Holzbude kaputt ist. „Wer so etwas macht, müsste zum Kehrdienst auf dem Marktplatz verdonnert werden - und zwar mindestens vier Wochen lang“, findet Kerstin Schulz. Der oder die Täter sind allerdings unbekannt.

Quelle: HNA

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