Georg Dechentreiter-Stiftung  unterstützt Kinderhospital in Kabul

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Breshna, fünf Jahre: Sie läuft schon seit fünf Jahren auf ihren fehlgestellten Füßen. Für die Behandlung muss sie zweimal operiert werden. Dazu werden 1000 Euro pro OP an Spenden benötigt.

Bebra. Ein leichter Wind weht über Kabul und wirbelt den Wüstensand durch die Luft. Im Warteraum der Ambulanz des Irene Salimi Kinderhospitals (ISH) findet sich kein freier Platz mehr, es ist Samstag, der Tag nach dem wöchentlichen islamischen Feiertag.

Mütter und Väter warten mit ihren Kindern, bis sie an der Reihe sind.

Breshna ist fünf Jahre alt und hat Klumpfüße, auf denen sie bis jetzt gelaufen ist. Sie ist mit ihrer Bibi, ihrer Oma, aus Nangarhar nach Kabul gekommen und schaut verträumt und abwesend, als sie mit ihrer Oma auf der Bank vor dem Hospital sitzt und eine Mango isst. Sie ist schon im Hospital aufgenommen und wird behandelt – eine schwierige Prozedur, da sie schon so „alt“ ist. Ein Gips reicht in ihrem Alter nicht mehr aus, um die Fehlstellung zu korrigieren.

Zur Vorbereitung der Operation ihrer beiden Füße muss Breshna erst mal in die Physiotherapie. Sie braucht zwei Operationen und wird noch längere Zeit bleiben müssen.

Safiullah (8) spielt fröhlich mit einem kleinen Auto. Er wohnt zusammen mit seiner Großfamilie, zehn Personen, in einem Lehmhaus und geht in Kabul zur Schule. Er hat zum zweiten Mal einen Stein in der Niere, diesmal rechts. Sein OP-Termin steht schon fest. Für die Operation fehlen noch 500 Euro.

Ins Irene Salimi Kinderhospital kommen viele Kinder mit Krankheiten, die in Deutschland kaum noch bekannt sind. Offene Rücken, Fehlstellungen der Extremitäten, Störungen des Nerven- und Muskelsystems, Nieren- und Blasensteine. Manche der Kinder wurden in anderen afghanischen Hospitälern abgelehnt oder die Eltern konnten die hohen Behandlungsgebühren nicht bezahlen.

Ein Sozialversicherungssystem gibt es nicht in Afghanistan. Die Familien müssen die Kosten selbst tragen, in bar und im Voraus. Kinder aus armen Familien bleibt so der Zugang zu einer medizinischen Behandlung verwehrt.

Im ISH finden diese Kinder Hilfe. Nur eine kleine Aufnahmegebühr müssen die Familien entrichten. Fördermittel und private Spenden aus Deutschland ermöglichen dies.

Den Kindern Gesundheit zu schenken, ihnen neuen Lebensmut zu geben, das ist das Ziel des humanitären Hilfsprojektes der Georg Dechentreiter Wohlfahrts-Stiftung, die von Bebra aus die Hilfe organisiert. Zur Hälfte wird das Kinderhospital vom Verein Misereor unterstützt, mithilfe von privaten Spenden muss die andere Hälfte zusammengetragen werden, berichtet Barbara Schweitzer von der Stiftung. Das Bebraer Stiftungsteam war kürzlich vor Ort in Kabul und schickte uns seinen Bericht. (ank) www.irene-salimi-kinderhospital.org Spendenkonto: Georg Dechent-reiter Wohlfahrts-Stiftung, Lindenallee 5, 36179 Bebra, Telefon 06622 / 9 16 73 21. Kontonummer 1 90 07 78 34, BLZ 722 501 60 (Sparkasse Donauwörth).

Quelle: HNA

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