Nachfrage steigt

Brennholz ist gefragt, aber noch nicht knapp

Hersfeld-Rotenburg. Während die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher bundesweit eine Knappheit an Brennholz registriert hat, ist die Lage auf dem Markt im Kreis Hersfeld-Rotenburg noch entspannt.

In den Forstämtern Rotenburg und Bad Hersfeld hat man zwar eine Nachfrage auf hohem Niveau registriert, von „Holznot“ sei aber keine Rede.

Dass die Nachfrage an Brennholz in den vergangenen Jahren gestiegen ist, bestätigt Dr. Hans-Werner Führer, der Leiter des Forstamtes Rotenburg. Er geht davon aus, dass der Bedarf noch weiter steigen wird, weil Brennholz, sei es Festholz, seien es Hackschnitzel, im Vergleich zu Öl oder Gas immer noch etwa um die Hälfte billiger zu verheizen sind. Es bestehe durchaus schon eine Konkurrenz zwischen denen, die Brennholz verlangten und den sogenannten „stofflichen Verwendern“, also denen, die Restholz industriell weiterverwenden, etwa zu Spanplatten. Diese zahlten auch geringere Preise als die Brennholzverwerter.

2012 hat das Forstamt Rotenburg 6300 Fest-Kubikmeter an Brennholz abgegeben, hinzu kamen weitere 700 Festkubikmeter für Hackschnitzel. Für den Festmeter aufgearbeitetes und an den Waldweg gerücktes Holz zahlt der Kunde 58 Euro, für den Raummeter Schlagabraum im Wald 25 Euro. Das muss der Kunde aber selbst aufarbeiten. Zum Bereich des Forstamtes Rotenburg zählen die Forstämter im Altkreis Rotenburg und Heringen.

Im Bereich des Forstamtes Bad Hersfeld, in dem der Südkreis forstlich betreut wird, werden etwa 20 000 Festmeter jährlich für die energetische Verwendung verkauft, erklärte Leiter Jens Müller. Hier hat man einen festen Kundenstamm an Kleinabnehmern, die nach dem Motto „Holz wärmt dreimal“ für ihr Brennholz sorgen, es also im Wald abholen und dann aufarbeiten, bevor sie es lagern und verbrennen.

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Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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