Breitenbacher Gotteshaus als Radwege-Kirche gekennzeichnet

Ja, mir san mim Radl da!

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Die Breitenbacher Kirche darf sich jetzt offiziell Radwege-Kirche nennen. Im Anschluss an einen heiter-besinnlichen Gottesdienst wurde das neue Signet angeschraubt. Auf dem Foto zu sehen sind von links Dekanin Gisela Strohriegl, Fachreferentin Nina Wetekam und Pfarrer Axel Nolte zusammen mit Gemeindegliedern, die passend zum Anlass mit dem Fahrrad gekommen waren. Foto: Hefter

Breitenbach. So hat in der Breitenbacher Kirche sicher noch nie ein Gottesdienst begonnen: Die Orgel spielte „Ja, mir san mim Radl da", die Gemeinde stimmte spontan ein, und Pfarrer Axel Nolte fuhr mit dem Fahrrad bis vor die Kanzel - im Talar.

Anlass für diesen ebenso ungewöhnlichen wie amüsanten Auftakt war die Verleihung des Signets „Radwegekirche“ durch die Fachreferentin für offene Kirchen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Nina Wetekam aus Diemelstadt.

Das Breitenbacher Gotteshaus ist bereits seit 2011 eine offene Kirche, in der jeder tagsüber Ruhe und Besinnung finden kann. Da lag es nahe, auch die vorbeifahrenden Radfahrer auf die Kirche aufmerksam zu machen, sie zur Rast und Momenten des Innehaltens und Gebetes einzuladen. Schließlich führt der viel genutzte Fuldatalradweg R1 fast unmittelbar am Gotteshaus vorbei.

Hilfe und Hinweise 

Auf dem Besuchertisch im Vorraum liegen bereits seit einiger Zeit deshalb auch eine Luftpumpe, Fahrradflickzeug und ein Erste-Hilfe-Set, dazu Hinweise, wo Radwanderer in der Nähe Verpflegung und Unterkunft bekommen können.

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat das Signet Radwege-Kirche bisher über 200-mal vergeben - allesamt an offene Kirchen, die nahe an offiziellen Radwegen liegen, so die Auswahlkriterien. Nina Wetekam freute sich darüber, dass die Breitenbacher Gemeinde ihre Kirchentüren weit für Gäste geöffnet hat. Als Geschenk brachte sie ein Tablett für den Besuchertisch mit, auf dem die Gemeinde künftig Willkommensgrüße für ihre Gäste deponieren kann: zum Bespiel einen Segensspruch, ein Lied oder Essbares.

Zuvor hatte Pfarrer Axel Nolte in seiner Predigt Berührungspunkte zwischen Glauben und Radfahren aufgezeigt. Radfahren sei wie Pilgern: Es bringe Menschen auf dem Weg zusammen.

Ihre Freude hatten die Gottesdienstbesucher an den Liedern des Chores „Singclusive“ unter Leitung von Elke Suck-Iffland, die auch die Orgel spielte.

Im Anschluss an den Abendgottesdienst gab es vor der Kirche einen Sektempfang, bei dem das neue Signet neben der Tür an die Kirchenmauer geschraubt wurde.

Von Susanne Hefter

Quelle: HNA

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