Montagsinterview mit Karina Gutzeit, der neuen Chefin im „wortreich“ Bad Hersfeld

Wir brauchen Taten

Gewinnt gern: „wortreich“-Geschäftsführerin Karina Gutzeit an ihrem Lieblingsexponat, dem Spiel „Mind Ball“. Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. Mit der neuen Geschäftsführerin Karina Gutzeit unternimmt die Bad Hersfelder Mitmach-Ausstellung „wortreich“ zum zweiten Mal nach der Trennung von den ursprünglichen Betreibern Petri + Tiemann den Versuch, durch eine veränderte Ausrichtung aus den roten Zahlen zu kommen. Mit der erfahrenen Managerin sprachen wir über das neue Konzept.

Frau Gutzeit, wann und in welchem Zusammenhang haben Sie zum ersten Mal vom wortreich in Bad Hersfeld gehört?

Karina Gutzeit: Mir wurde die Stelle der Geschäftsführerin empfohlen.

Wenn Sie sich in die Rolle des Besuchers versetzen, was sind die Stärken und was sind die Schwachpunkte der Ausstellung?

Gutzeit: Ich war im Mai als Besucherin mit der ganzen Familie im wortreich. Wir hatten keine Vorstellung, was uns in einem Mitmach-Museum erwartet, und waren nach drei Stunden Aufenthalt komplett begeistert.

Und was funktioniert aus professioneller Sicht nicht wie gewünscht?

Gutzeit: Ich habe das wortreich als Geschäftsführerin stark defizitär übernommen. Damit kann ich nicht zufrieden sein. Das möchte ich ändern.

Jetzt soll ein neues Konzept helfen, das Defizit zu mindern. Was heißt das konkret?

Gutzeit: Vertrieb, Vertrieb, Vertrieb!

Wie sollen diese neuen Zielgruppen für das wortreich interessiert werden? Welche Zielvorgaben haben Sie? Mehr Besucher? Schwarze Zahlen? Und in welchen Zeiträumen denken Sie?

Gutzeit: Ich habe klare Ziele und möchte diese gemeinsam mit meinem Team erreichen. Ich kann als Geschäftsführerin viel reden, aber was wir wirklich brauchen, sind Taten. Ich bin ein Mensch, der Ziele verfolgt und pragmatisch handelt. Was wir brauchen, ist klar: mehr Besucher und schwarze Zahlen. Lassen Sie mich erst mal ein paar Tage arbeiten.

Sie haben Ihre Arbeit als Geschäftsführerin am 1. Juli begonnen, waren vorher schon ein paar Tage zum Kennenlernen hier. Was haben Sie in diesen beiden Wochen getan?

Gutzeit: Ich habe das Team kennengelernt und mit spannenden Zielgruppen gesprochen, zum Beispiel mit den Landfrauen, Stiftung und Jugendpflege, mehreren Seminaranbietern/Trainern, und ich habe erste Kontakte bei Firmen genutzt.

Haben Sie in der Ausstellung schon ein Lieblingsexponat entdeckt?

Gutzeit: Ich spiele und gewinne gerne. Da macht mir „Mind Ball“ großen Spaß. Durch Gedankenkraft einen Ball zu bewegen ist für mich faszinierend. Lassen Sie uns eine Runde spielen (lacht)!

Von Karl Schönholtz

Quelle: HNA

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