Auch Wasserschaden im neuen Einkaufszentrum

Brandstiftung ausgeschlossen - Zukunft von Semms Ecke ist unklar

Bebra. Am Tag nach dem Brand im historischen Haus Semms Ecke in Bebra hat die Suche nach der Ursache begonnen. Ermittler des Landeskriminalamtes und der Kriminalpolizei rückten an. Unklar ist derzeit, wie groß der Schaden ist und was mit dem denkmalgeschützten Gebäude geschehen wird.

Die Polizei hatte als erste Schätzung eine Schadenshöhe von 500.000 Euro genannt. Schnell ausgeschlossen werden konnte eine Brandstiftung als Ursache des Feuers.

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Auch ein technischer Defekt an den Stromleitungen scheidet nach Angaben der Brandursachenermittler aus. Die Kabel sind noch nicht an das Stromnetz angeschlossen. Die Ermittler sind auch am Donnerstag vor Ort.

"Die Zukunft von Semms Ecke ist völlig offen", erklärte Stefan Knoche, der Geschäftsführer der Stadtentwicklung Bebra. Das werde sich frühestens in der kommenden Woche klären, wenn Sachverständige das Haus untersuchen. Ein Statiker hat das Gebäude am Mittwoch besichtigt. Als Vorsichtsmaßnahme sollen nun in allen Stockwerken Stützen eingezogen werden. "Das Haus droht aber nicht einzustürzen", betont Knoche. Da aber nicht klar sei, welchen Schaden das Löschwasser verursacht hat, gehe die Stadtentwicklung als Eigentümer auf Nummer sicher.

Aktualisiert um 17.20 Uhr

Zwar hat das Feuer nicht direkt auf den benachbarten Neubau des Einkaufszentrums übergegriffen. Trotzdem ist der Einkaufsbereich in Mitleidenschaft gezogen worden, als ein Feuerwehrschlauch im Innenraum geborsten ist. "Auch hier müssen wir erst prüfen, wie groß der Schaden ist", sagt Stefan Knoche. Man bemühe sich darum, den angesetzten Eröffnungstermin für das Einkaufszentrum am 25. September zu halten. Genaueres wisse man aber ebenfalls erst, wenn die Gutachter vor Ort waren.

Von Marcus Janz

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Fotos vom Großeinsatz

Feuerwehr im Großeinsatz am neuen Einkaufszentrum in Bebra

Quelle: HNA

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