Großeinsatz für Feuerwehr

Brand in Niedergude: Scheune brennt vollständig aus

Ist vollständig ausgebrannt: eine alte Scheune in der Ortsmitte von Niedergude. Foto: Feuerwehr Alheim

Niedergude. Ein Feuer in Niedergude hat in der Nacht zum Donnerstag einen Großeinsatz alle Alheimer Feuerwehren ausgelöst. Eine Scheune mitten im Ort brannte vollständig aus.

Kurz vor 3 Uhr meldeten Anwohner das Feuer. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort ankamen, stand die Scheune bereits vollständig in Flammen, berichtet Gemeindebrandinspektor Bernd Hildebrand. Die Flammen stiegen hoch in den Nachthimmel auf.

Dem Landwirt aus Niedergude, der den alten Hof gepachtet hat, gelang es noch rechtzeitig, die acht Rinder aus der brennenden Scheune zu befreien. Dabei zog er sich leichte Brandverletzungen an der Hand zu, berichtet die Polizei. Die Tiere liefen zunächst im Ort herum und müssen am Morgen eingefangen werden.

Die Feuerwehren aus allen Alheimer Ortsteilen waren im Einsatz, dazu die Kameraden aus der Rotenburger Kernstadt mit ihrer neuen Drehleiter. Mit über 100 Einsatzkräften ist es gelungen, ein Übergreifen des Feuers auf die angrenzenden Gebäude zu verhindern. An ihnen gingen lediglich einige Scheiben durch die große Hitzeentwicklung zu Bruch.

Auch einen weiteren Stall, der unmittelbar an das brennende Gebäude angrenzt, konnte die Feuerwehr retten. Die Flammen wurden vom Übergreifen auf das Dach abgehalten. Die fünf Rinder und sieben Schweine konnten in ihrer Stallung bleiben. Eine Veterinärin überzeugte sich, dass es den Tieren gut ging.

Völlig niedergebrannt ist jedoch die große Hauptscheune, ein Fachwerkbau vom Ende des 19. Jahrhunderts mit einem Anbau von 1920. Das Dachgebälk ist vollständig eingestürzt, ebenso große Teile des Fachwerks. Immer wieder loderten Flammen in den Holzbalken auf. Im gelagerten Stroh und Heu konnte sich das Feuer noch lange halten, sodass die Alheimer Feuerwehr eine Brandwache vor Ort postierte, sagte Hildebrand.

Über die Höhe des Schadens konnte die Polizei zunächst noch keine Angaben machen. Einen Traktor, der im Gebäude stand, konnte der Landwirt noch retten, aber drei Anhänger wurden ein Raub der Flammen, ebenso ein Holzspalter. Auch die Ursache des Feuers ist noch unbekannt. Hinweise auf eine Brandstiftung liegen nicht vor. Die Brandursachenermittler der Kriminalpolizei werden die Brandstätte untersuchen, sobald die einsturzgefährdete Scheune betreten werden kann.

Während der Löscharbeiten war die Ortsdurchfahrt von Niedergude für über dreieinhalb Stunden voll gesperrt. Die Polizei gab die Rotenburger Straße allerdings gegen 6.30 Uhr wieder frei, sodass der Verkehr wieder durch den Gudegrund fließen konnte.

Großes Lob für den Großeinsatz der Feuerwehr gab es von Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar, die vor Ort war: „Hier ist top Arbeit geleistet worden. Wir können stolz sein, dass alle angrenzenden Gebäude gehalten wurden.“ (mcj)

Quelle: HNA

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