Suppenküche „La Sopa“ feierte kleines Weihnachtsfest mit Überraschungen

Bohnensuppe im Advent

Gemütliche Runde: Bei der Suppenküche „La Sopa“ gab es nach dem Essen kleine Weihnachtsüberraschungen. Foto: Kiele

Rotenburg. Goldfarbene kleine Girlanden und rote Kugeln schmücken den Raum der Suppenküche „La Sopa“ in Rotenburg. Kurz vor Weihnachten gibt es für die Besucher eine Auswahl zwischen zwei Gerichten: Bohnen- oder Maultaschensuppe. Der Favorit bei den Gästen ist ganz klar die Bohnensuppe. Mit Würstchen.

„Immer am letzten Mittwoch vor Weihnachten gestalten wir es hier etwas weihnachtlicher“, sagt Gundula Pohl vom Zweckverband für Diakonie. „Wir sind auf 30 Leute vorbereitet.“ Nach 12 Uhr kommen die ersten Gäste. Mitarbeiterin Lili Han-Allmeroth tischt die ersten Suppen auf. „Wir kommen vom betreuten Wohnen in Bebra und essen gerne Suppe. Manchmal nehmen wir auch etwas für die anderen mit“, sagt Roswitha Rudolf. Es wäre schön, wenn mehr Leute kämen und die Küche noch lange bestehen bliebe, sagt sie.

Auf Spenden angewiesen

Die Suppenküche „La Sopa“ ist auf Spenden angewiesen. Seit dem Jahr 2008 besteht die Einrichtung. Bei einer Frühjahrsveranstaltung des Kirchenkreises wurde für diakonische Arbeit gesammelt. Das Geld muss zweckbestimmt verwendet werden. „Wenn wir von dieser Sammlung Geld bekommen, hilft das sehr“, sagt Pohl. Die Suppe wird direkt vom Herz- und Kreislaufzentrum geliefert. „Eigentlich wollten wir die Suppe selbst machen, aber die Auflagen vom Gesundheitsamt sind zu hoch“, sagt Pohl. Eine Suppenmahlzeit kostet bei „La Sopa“ 2,50 Euro, Bedürftige müssen nur einen Euro zahlen.

„Unser Motto ist: Hier is(s)t man nicht alleine. Es kommen viele Leute jede Woche“, sagt Pohl. So wie Dieter Nölker aus Rotenburg. Er ist seit dem ersten Tag von „La Sopa“ dabei. „Ich bin Hartz IV-Empfänger. Es ist immer eine Überraschung, was es gibt“, sagt er. Auch Pfarrer Michael Dorfschäfer schaut mit seiner Frau vorbei. „Ich finde, dass es ein wichtiges, diakonisches Projekt in unserem Kirchenkreis ist“, erklärt der Pfarrer.

Für alle Gäste gibt es nach dem Essen eine Weihnachtstüte mit süßen Leckereien und ein paar Hygieneartikeln. Gundula Pohl und Lili Han-Allmeroth geben den Gästen weihnachtliche Grüße mit auf den Weg, und die Gäste verlassen die Suppenküche mit einem zufriedenen Lächeln. (kie)

Quelle: HNA

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