200 Bockwürste für alle - DRK-Frauen versorgen Blutspender

Köchinnen mit Herz: Angelika Schuster, Waltraud Miska, Silke Grasso, Ursel Lippert, Anette Tann, Ilona Arnes und Sabrina Blume, von links, gehören zum DRK-Team, das seit 26 Jahren für tolle Verpflegung bei der Blutspende sorgt. Fotos:  Meyer

Ronshausen. In der Küche geht es betriebsam zu, aber nicht hektisch. „Dreimal, bitte“, ruft Ilona Arnes und ist Sekunden später wieder mit vollen Tellern verschwunden. Die Männer und Frauen, die eben einen halben Liter Blut abgegeben haben, brauchen eine Stärkung.

Seit nunmehr 26 Jahren sorgen die Ronshäuser DRK-Frauen bei den Blutspendeterminen im Haus des Gastes für eine vorzügliche Verpflegung der Spender. Putenschnitzel gab es schon, Spaghetti Bolognese, Beefsteaks oder Salatbuffet.

15 Kilo Kartoffelsalat

Heute steht der Klassiker der Blutspende auf dem Speiseplan: Bockwurst mit Kartoffelsalat. 200 Bockwürste hat Silke Grasso, Bereitschaftsleiterin des DRK, dafür beim Metzger im Ort geordert, dazu 160 Brötchen, 15 Kilogramm Kartoffelsalat, Gurken, Fisch, Aufschnitt.

Den Frauen ist es wichtig für Abwechslung zu sorgen. Sie wollen, dass sich die Spender und das Team vom Blutspendedienst gut versorgt fühlen, und wissen auch: Gutes Essen lockt Spender an. Dafür legen sich die Frauen ins Zeug: Bevor die Blutspender kommen, werden Tische gerückt und eingedeckt. Die Frauen backen Kuchen, bereiten 80 Liter Tee und 20 Liter Kaffee für alle vor. Grasso: „Mit Koffein, das treibt den Blutdruck hoch.“

Keine Pommes mehr

„Weißt du noch, die Pommes“, sagt Elke Funk und lacht. In 26 Jahren sind Erinnerungen gewachsen. Das Frittierfett stand in Flammen, der Rauchmelder sprang an. Seither sind Pommes vom Speiseplan gestrichen. Ein andermal kamen, aus irgendeinem Grund, weit mehr als die kalkulierten 200 Spender. „Dann wird Alarm ausgelöst“, erklärt Silke Grasso. „Ab in den Supermarkt!“

„Das ist schon außergewöhnlich“, sagt Rolf Zarberg vom Blutspendedienst über die abwechslungsreiche Küche in Ronshausen und erklärt die medizinische Seite: Es sei gesund, vor der Blutspende viel zu trinken und hinterher etwas zu essen. Allerdings: „Nicht zu viel und nicht zu fett.“

Maik Ziegenbein, Harald Lambrecht und Mike Simon haben die Prozedur mit Fragebogen, medizinischer Untersuchung und Blutabnahme hinter sich und widmen sich jetzt, im Raum nebenan, den Bockwürsten. Simon hat schon 32 Mal gespendet. Er sagt lachend: „Ich komme wegen des guten Essens.“

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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