Täter in Psychiatrie

Bluttat in Bebra: Prüfung der Schuldfähigkeit

Bebra. Die Schuldfähigkeit des 24-jährigen Mannes, der am 8. Juli dieses Jahres seine 85-jährige Großmutter in Bebra getötet haben soll, wird noch immer geprüft.

Archiv-Video: Enkel tötet Großmutter

Der junge Mann ist vorläufig in einer psychiatrischen Klinik untergebracht, erklärte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Fulda, Harry Wilke, auf Anfrage.

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Erst wenn die Schuldfähigkeit feststehe, könne Anklage erhoben werden. Im anderen Fall bleibe er so lange in der Psychiatrie, bis er als geheilt gelte. Das müssten zwei Ärzte unabhängig voneinander feststellen.

Der 24-Jährige aus Berlin hatte seiner Großmutter in deren Wohnhaus in Bebra drei Messerstiche in den Rücken zugefügt und ihr die Kehle durchgeschnitten.

Nach der Bluttat hatte er sich zunächst telefonisch bei der Polizei in Bad Hersfeld gemeldet und war anschließend mit dem Auto seines Opfer zur Polizeistation gefahren. Nachdem er seine Tat gestanden hatte, schwieg er. Sein Motiv blieb im Dunkeln.

Es gab allerdings schon damals Anzeichen für psychische Störungen bei dem jungen Mann. Er galt aber als haftfähig. Der mutmaßliche Täter ist Medizinstudent und hatte zuvor Sozialwissenschaften studiert.

Das Opfer war damals von einem Angehörigen gefunden worden. (sis)

Aus dem Archiv: Bilder vom Tatort

Frau in Bebra getötet

Quelle: HNA

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