Bluttat in Bebra: Motiv unklar - Neue Einzelheiten werden bekannt

Bebra. Das Motiv des 24-jährigen Mannes, der am Sonntag seine Großmutter in Bebra getötet hat, ist auch weiterhin unklar.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter, heißt es bei der Polizei.

Die Untersuchungen am Tatort sind abgeschlossen. Das 85-jährige Opfer der Bluttat wird am heutigen Montag in der Gerichtsmedizin Gießen obduziert.

Der mutmaßliche Täter hatte am Sonntag seiner Großmutter die Kehle durchgeschnitten und sich anschließend der Polizei in Bad Hersfeld gestellt.

Frau in Bebra getötet

Aktualisiert um 14.15 Uhr

Nach der Bluttat sind jetzt weitere Einzelheiten bekanntgeworden: Demnach hat der 24-Jährige nach Angaben der Staatsanwaltschaft seiner Großmutter nicht nur die Kehle durchgeschnitten. Er wird auch verdächtigt, der 85-Jährigen in ihrem Haus dreimal mit einem 20 Zentimeter langen Küchenmesser in den Rücken gestochen zu haben.

Der Enkel aus Berlin soll laut Staatsanwaltschaft angeblich Medizin studieren und zu seiner Großmutter vor der Tat ein gutes Verhältnis gepflegt haben.

Der junge Mann wird am Montag dem Haftrichter vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft stellte Haftantrag wegen Totschlags. Mordmerkmale seien zunächst nicht erkennbar. Es sei noch unklar, ob der Mann das Messer zum Tatort mitgebracht oder es im Haus an sich genommen habe.

Der Staatsanwaltschaft lagen keine Erkenntnisse darüber vor, ob der junge Mann vorbestraft ist. An welchen Verletzungen die Frau letztlich starb, soll eine Obduktion klären, die am Montagmittag noch andauerte. (sis/dpa)

Quelle: HNA

Kommentare