Betten für Schmerzpatienten am Kreiskrankenhaus

Hersfeld-Rotenburg. Patienten mit chronischen Schmerzen haben eine neue Anlaufstelle im Landkreis: Es gibt jetzt am Kreiskrankenhaus (KKH) in Rotenburg eine spezielle Abteilung für Schmerztherapie mit acht Betten unter Leitung von Oberärztin Annett Saak.

Sie ist Fachärztin für Anästhesie, Notfallmedizin und spezielle Schmerztherapie. Der Bedarf sei riesig, erklärte KKH-Geschäftsführer Reiner Schickling.

Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, Kopf- oder Nervenschmerzen, Schmerzen bei Arthrose und Osteoporose, aber auch bei Polyneuropathie, dem Fibromyalgie- oder dem CRPS-Syndrom sollen im KKH Hilfe bekommen. Oft leiden sie jahrelang unter starken Schmerzen, laufen von Arzt zu Arzt und sind Stammgäste in den Wartezimmern.

Die neue Abteilung für Schmerztherapie, die unter dem Dach der Inneren Medizin mit Chefarzt Dr. Daniel Gleichmann angesiedelt ist, bietet eine umfassende stationäre Therapie an, die sich multimodale interdisziplinäre Komplexbehandlung nennt.

Während die Schmerzambulanzen „unimodal“ therapieren und in der Regel Medikamente und Infusionen einsetzen, arbeitet man in der neuen Abteilung am KKH mit verschiedenen Fachbereichen wie einer Psychologin, der Physiotherapie, der physikalischen Therapie und dem Sozialdienst zusammen. Dazu gehört die enge Kooperation mit einer Rheumatologin, einem Neurologen, einem Neurochirurugen und zwei Orthopäden.

Auch am Klinikum in Bad Hersfeld kümmert man sich besonders um Schmerzpatienten. Der Chefarzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Dr. Martin Grapengeter, erklärte, im Laufe des Jahres werde auch am Klinikum noch eine eigene Abteilung mit stationären Betten geschaffen, es fehlten zurzeit noch die Räumlichkeiten. (ank)

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Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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