Betriebe im Landkreis Hersfeld-Rotenburg wollen mehr Nachwuchs ausbilden

Hersfeld-Rotenburg. Die Zahl der Ausbildungsstellen, die der Agentur für Arbeit gemeldet wurden, ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen. Gesunken ist dagegen aufgrund rückläufiger Schülerzahlen die Zahl der Bewerber um eine Lehrstelle.

765 junge Leute meldeten sich im Kreis Hersfeld-Rotenburg zwischen Oktober 2011 und April 2012, weil sie einen Ausbildungsplatz suchten. Im selben Zeitraum waren 916 Ausbildungsstellen gemeldet. Noch ist die Auswahl für Bewerber groß: Zum Stichtag im April waren 497 Stellen frei, 339 junge Menschen suchten noch nach der passenden Stelle.

Zum Tag des Ausbildungsplatzes am kommenden Montag erklärte auf Nachfrage Matthias Oppel, Leiter der Agentur für Arbeit in Bad Hersfeld, es zeige sich „jetzt schon deutlich, dass die Betriebe im Hinblick auf fehlende Fachkräfte in der Zukunft ausbilden wollen und müssen. Gleichzeitig fehlt es aber an ausbildungswilligen jungen Menschen. Die Tendenz, eine weiterführende Schule zu besuchen, anstatt in den Beruf zu starten, ist trotz der guten Chancen auf eine Ausbildungsstelle weiterhin hoch“. Der höhere Abschluss sei aber kein Garant für eine Stelle, erklärt Oppel.

Oft sei es besser, sich mit einem niedrigeren guten Schulabschluss auf Lehrstellen zu bewerben.

Am meisten gefragt sind bei den Jugendlichen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Bürokaufmann, Industriekaufmann, Industriemechaniker, Kfz-Mechatroniker - Pkw-Technik, Verkäufer, Bankkaufmann, Medizinische Fachangestellte, Tischler und Friseur.

Die meisten freien Lehrstellen gibt es aber in anderen Bereichen: Beste Chancen haben Bewerber im Handwerk, im Hotel- und Gaststättengewerbe und in der Pflege, berichtet Melanie Bonacker von der Arbeitsagentur. (ank)

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Quelle: HNA

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