Anspruch ab August – Tagesstättenplätze nur für jedes dritte

Betreuungsgeld für etwa 1360 Kinder

Hersfeld-Rotenburg. Für etwa 1360 Kinder hätten Eltern im Kreis Hersfeld-Rotenburg Anspruch auf das neue Betreuungsgeld, wenn man die Zahlen von März 2012 zugrunde legt. Die Geldleistung wird ab August gezahlt und ist seit Mitte dieses Monats Gesetz.

Alle Eltern, die ihre Kleinkinder nicht in eine staatlich geförderte Kinderbetreuung geben, erhalten ab August das Betreuungsgeld. Dieses soll es für die Altersgruppe der Ein- und Zweijährigen geben.

Die aktuellsten Zahlen für den Kreis Hersfeld-Rotenburg stammen vom März 2012. Zu diesem Zeitpunkt gab es im Kreis mehr als 1880 Kinder in dieser Altersgruppe. Nicht einmal jedes dritte Kind wurde nach Angaben von Kreispressesprecher Michael Adam in Tagespflege oder Tageseinrichtungen betreut. Es blieben genau 1362 Kinder zu Hause, deren Eltern künftig Anspruch auf das Betreuungsgeld haben.

Bis zum Sommer dieses Jahres soll es im Landkreis für jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz geben. Nach Einschätzung aus dem Landratsamt ist dies auch realistisch. Dennoch blieben etwa 1200 Kinder ohne Betreuungsplatz in der Altersgruppe der Ein- und Zweijährigen.

Wo das Betreuungsgeld demnächst beantragt werden kann, steht noch nicht fest.

Zum Zeitpunkt März 2012 besuchten 334 Kinder unter drei Jahren die Kindertagesstätten. Weitere rund 190 Plätze gab es für unter Dreijährige bei Tagesmüttern und Tagesvätern, erklärte Michael Adam. Aktuell stünden 584 Plätze für diese Altersgruppe zur Verfügung, davon seien 506 Plätze besetzt.

Die Zahl der Kinder nimmt allerdings rapide ab. So wurden im Kreis Hersfeld-Rotenburg vor 20 Jahren über 1330 Jungen und Mädchen geboren. Im vergangenen Jahr waren es nur noch rund 900.

Eine Klage gegen das umstrittene Gesetz hat Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) angekündigt.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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