SPD kündigt eigenen Vorschlag für Sommer an

Kindergartengebühren steigen: Betreuung wird teurer

Volker Heise

Rotenburg. Die Gebühren für die Betreuung in Rotenburgs Kindertagesstätten und Krippen werden steigen - und zwar in einer Form, die die UBR-Fraktion vorgeschlagen hat (wir berichteten). Froh schien am Donnerstag keiner der Stadtverordneten über die erneute Anhebung zu sein. Dass sie kommen musste, ist jedoch Teil der Schutzschirmvereinbarungen.

Die Mehrheit von CDU und UBR stimmte für die neuen Gebühren. Die SPD enthielt sich. Ihr Sprecher Volker Heise kündigte an, zum nächsten Kindergartenjahr einen eigenen Gebührenvorschlag zu unterbreiten, der wirtschaftlich sinnvoll sein soll, und soziale Belange einbeziehen werde. Alle, die bei ihren Einkünften nur knapp über dem Hartz IV-Satz liegen, würden sich überlegen, inwieweit sie weiterhin in der Lage sind, Betreuungen, die über ein Mindesmaß hinausgehen, in Anspruch zu nehmen, meinte Heise. Die soziale Notwendigkeit einer Betreuung genau dieser Kinder rücke aufgrund finanzieller Probleme in den Hintergrund.

Barbara Glaser

Barbara Glaser (CDU) nannte den UBR-Vorschlag annehmbar. Sie plädierte dafür, die Qualitätsstandards in den Einrichtungen auszubauen. Auch Bürgermeister Christian Grunwald war es wichtig, dass beim Blick auf die Kinderbetreuung auch mal auf Inhalte geachtet wird. Die Verwaltung werde den Fraktionen - wie gewünscht - einen eigenen detaillierten Wirtschaftsplan Kindertagesstätten an die Hand geben. Dem soll aber auch die pädagogische Konzeption der Einrichtungen hinzugefügt werden.

UBR-Fraktionsvorsitzender Hartmut Grünewald, der die neue Gebührenordnung entwickelt hatte, sprach Tacheles: So lange vom Land kein finanzieller Ausgleich komme für die tatsächlichen Gebühren im letzten Kindergartenjahr, sollten die Gebühren nicht weiter erhöht werden. „Jetzt muss es auch mal gut sein“, meinte er. Einsparungen seien höchstens durch „intelligente Organisation“ möglich.

Die neuen Gebühren lesen Sie in unserer gedruckten Samstagsausgabe.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

Kommentare