Die Mennoniten-Brüdergemeinde Bebra feierte Baufortschritt mit Dankgottesdienst – Platz für 420 Menschen

Bethaus: Alle packen mit an

Der Dachstuhl ist errichtet: Das neue Bethaus der Mennoniten-Brüdergemeinde in Bebra beherbergt Räume auf drei Etagen. Im Kellergeschoss befinden sich Speisesaal und Küche. Fotos: Schäfer-Marg

Bebra. Architektonisch anspruchsvoll und durch tonnenweise verbauten Stahl statisch gesichert – so zeigt sich das neue Bethaus der Mennoniten-Brüdergemeinde Bebra. Mit einem Dankgottesdienst haben die Gemeindemitglieder den unfallfreien Baufortschritt bis zu Errichtung der Dachkonstruktion gefeiert.

Gemeindeleiter Peter Löwen, Bauleiter Abraham Janzen und Peter Janzen als weiterer Verantwortlicher für den Bau führten gestern Bebras Bürgermeister Horst Groß und Bauamtsleiter Manfred Klöpfel durch den Rohbau. Dabei dankten sie noch einmal für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt.

Viel Eigenleistung

Täglich etwa zehn Stunden arbeiten Mitglieder der Gemeinde auf der Baustelle. Morgens kann man bis zu 15 Frauen und Männer antreffen, nachmittags bis zu 30 – je nach dem, was zu tun ist, berichtet Abraham Janzen. Frauen sorgen für die Verpflegung, die Männer, auch im Rentenalter, helfen am Bau.

Der Gebetsraum selbst soll Sitzplätze für 420 Menschen bieten und zeichnet sich durch eine ungewöhnliche Raumkonstruktion mit unterschiedlich hohen Decken aus. Auf einer Art Tribüne finden die Musikgruppen Platz, die den sonntäglichen Gottesdienst mitgestalten. Wandhohe schlichte Fenster sorgen für viel Licht. Auf eine schlichte Gestaltung des Raumes legt man bei den Mennoniten Wert: „Bei uns zählt das Wort, nicht das Bildnis“, sagt Gemeindeleiter Löwen.

Außerdem wird es zwei Mutter-Kind-Räume geben, in denen Mütter mit Kleinkindern über Lautsprecher und durch eine Glaswand dem Gottesdienst folgen können. Möglicher Kinderlärm dringt nicht in den Gebetsraum.

Im Kellerraum, der durch eine wasserdichte Wanne gegen Grundwasser geschützt ist, befindet sich ein Speisesaal, in dem etwa 200 Menschen Platz finden. Hier können Familienfeiern stattfinden. Küche, Spülküche und Toiletten ergänzen die Räumlichkeiten im Untergeschoss, das durch einen Lichtgraben Tageslichteinfall ermöglicht.

Sieben Gruppenräume für Kinder und Jugendliche, Musikgruppen und andere sowie eine Bibliothek ergänzen das Raumangebot in der Gebäude, in dessen Sohle allein 40 Tonnen Stahl verbaut wurden. Die Räume seien bewusst sehr hoch geplant worden, berichtet Bauleiter Janzen. Die Decken sollen später abgehängt und dahinter die Installationskabel verborgen werden.

Man habe Wert darauf gelegt, heimische Firmen mit den Arbeiten zu beauftragen, die die Gemeinde nicht selbst leisten kann.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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